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EINSTIEG IN DIE GAMESBRANCHE – Teil 1 Ausbildung

Du willst dein Hobby zum Beruf machen? Am besten irgendwas mit Games aber du hast überhaupt keine Ahnung, welche Jobs überhaupt zur Auswahl stehen? Diese Artikel Reihe soll dir dabei helfen einen Fuß in die Tür zu bekommen. Wo bekommt man eine Gaming bezogene Ausbildung, wie finanziere ich mich und welche Berufe stehen zur Auswahl? Teil 1 der Artikel Reihe „Einstieg in die Games Branche“ beschäftigt sich mit Ausbildungsmöglichkeiten im deutschsprachigen Raum. In Teil 2 erhälst du einen Überblick verschiedener Berufsbilder. 

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Games Förderung in Deutschland

Der Weg eines Indie Entwicklers kann lang und dreckig sein. Viele Developer erkennen erst zu spät, dass sie sich schlichtweg mit ihrem Projekt übernommen haben. Ich habe viele Stories von Entwicklern gehört, wo es am fehlenden Geld oder unterschätzen Know-How von Entwicklungsabläufen gescheitert ist. Eine Förderung ist zwar mit Verpflichtungen verbunden aber kann auch gleichzeitig eine helfende Hand sein. 

Dieser Artikel konzentriert sich auf Förderungen, die Medienprojekten gegenüber wohlgesonnen eingerichtet sind. Die Anlaufstellen aus diesem Beitrag bieten beispielsweise faire Methoden der Rückzahlung an. Außerdem begleiten sie ihre Schützlinge bei der Unternehmensgründung und vernetzen sie mit der regionalen Branche.

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Devcom Developer Conference 2017 Bildquelle: devcom.global

Was ist eigentlich die devcom?

Ein neues Event über Videospiele erblickt das Licht der Welt. Genauer gesagt, wahrscheinlich die Konferenz rund um das Thema Game Development in Europa. Das besondere an der devcom – developer conference ist ihre internationale Ausrichtung. Obwohl es sich um eine Premiere der Veranstaltung handelte, wusste sie abzuliefern. Keine technischen Ausfälle, eine angenehme Atmosphäre zum unterhalten und jede menge Wissen aus verschiedenen Ländern.

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Blogprojekt #52Games – Spiele im Spiel

Diese Woche ist das Thema bei #52Games „Spiele im Spiel“. Eigentlich würde ich dazu gerne mehr als einen Artikel schreiben. Ein Minigame in einem Spiel zu implementieren kann viele Gründe haben. Aus wirtschaftlicher Sicht gesehen, können Entwickler beispielsweise ihr Spiel als Werbefläche nutzen und andere Spiele darin einbauen.

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Blogprojekt #52 Games – Urlaubsstimmung

Endlich wieder schreiben! Nachdem ich die letzten Wochen beim Gemeinschaftsprojekt #52Games von Zockwork Orange nicht teilgenommen hatte, bin ich jetzt zu Beginn des neuen Jahres wieder mit dabei. Das Thema ist diesmal „Urlaub“. Sehr passend, denn ich komme gerade aus dem Urlaub. Ein bestimmtes Spiel kann ich allerdings nicht mit Urlaub in Verbindung bringen. Es ist eher eine „Urlaub-Collection“ an Spielen.

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TUTORIAL: EASY INSEKTENPHOBIEN ENTWICKELN!

 

titelbildZum Relaunch von Videospielgeschichten.de wurde, unter anderem, eine weitere Anekdote von mir veröffentlicht. Es handelt sich um die Geschichte, wie ich von Lands of Lore eine „kleine“ Insektenphobie bekommen habe. Trotz des schweren, schweren Traumas (oder vielleicht gerade deswegen) liebe ich trotzdem die Lands of Lore Reihe. Eine tolle Trilogie.

Wer also ein gehässiges Gemüt besitzt, wird viel Spaß mit dem Artikel haben.
Alle anderen aber hoffentlich auch.

Zum Artikel geht es hier entlang

 

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PLAY16 – Tag 2

Wie die Zeit verrennt, wenn man Spaß am Spiel hat.

Mein zweiter Tag in Hamburg und mein erster auf der PLAY16. Ausgeschlafen und so frisch ich nur sein kann, habe ich mich am Donnerstag Vormittag auf den Weg zur Hauptveranstaltung gemacht. Mit nem Kaffee und einem Brötchen im Anschlag habe ich mich allerdings erst einmal eine Stunde lang verlaufen.

Ist aber überhaupt kein Ding. Ich habe alle Zeit der Welt und schaue mir auch gerne die Gegend an„.

Relativ dumm war es trotzdem. Alle drei Festival Locations sind maximal zehn Minuten vom Bahnhof entfernt. Als ich dann letztendlich doch die Festival Zentrale fand, konnte ich ohne Probleme das bestellte Ticket auch einfach in Bar bezahlen (Siehe auch: Meine Schusseligkeit an Tag 1).


Die Ausstellung im Kunsthaus Hamburg


Nachdem ich an der Rezeption mein Bändchen abgeholt hatte musste ich natürlich erst noch „schnell“ ein Bild für Instagram machen… und Hashtags suchen… und auf Twitter teilen. Ein wenig später ist mir dann aufgefallen, dass ich wie ein Depp minutenlang in der Eingangstür stand, die Jacke zwischen meine Beine geklemmt und auf mein Handy geschaut habe. Aber hey, alles für die Klicks!
Zuerst bin ich einfach ein bisschen herumgeschlendert und habe mir alles angesehen. Gleich am Eingang fiel einem besonders das große Zelt auf, indem ein Game Design Workshop stattfand. Es war ein bisschen wie, wenn man Tiere im Zoo beobachtet. Sonst standen überall Spielstationen für Desktop Indie Games, VR-Spielchen und experimentelle Spielmechaniken herum. Besucher spielten an kleinen Würfel-artigen Konsolen und flötzten auf Sitzkissen herum. Es gab ein paar VR-Projekte, bei denen ich aber noch keinen Betreuer antraf. Die Veranstaltung war zwar nicht überfüllt aber doch schon recht lebhaft. Zwischendrin hörte ich andauernd ein auffällig lautes Stöhnen. Erst habe ich mir nichts dabei gedacht und ging schmunzelnd weiter.


Vertieft in die Tiefen des Meeres…

Ich ging weiter und lunzte in einen abgedunkelten Raum, indem zwei Spiele an die Wand projiziert wurden. Eines sah aus wie Journey und das andere kam mir vom Namen her sehr bekannt vor, „Everybody’s gone to the Rapture„. Mich zog es dann aber zuerst zu dem Spiel, dass mich an Journey erinnerte.

abzuAch guck an, „ABZU“ von „Giant Squid“. Das sind ja die Herren, die auch ihre Finger bei Journey mit im Spiel hatten, Goil!“ Okay. Direkt ans Gamepad und die Kopfhörer aufgesetzt.

An dieser Stelle spare ich mir die Erklärung für diese Art von Spielen. Man muss sie erlebt haben. Es ist eine sehr, sehr schöne und beruhigende Erfahrung. ABZU ist ein ähnliches Erlebnis wie Journey. Es spielt unter Wasser und ich war sofort wieder in dieser wohltuenden Atmosphäre gefangen. Normalerweise drehen sich Spiele um schnelle Reaktionen und eher aggressive Handlungen, wie z.B. Shooter oder MOBA Spiele. Mir ist schon klar, dass diese Emotionen den Spieler bei der Stange halten sollen aber ABZU ist genau das Gegenteil und funktionieren wunderbar. Man ist entspannt aber nicht unaufmerksam. Dabei geht die Lust am Spiel auch nicht verloren, im Gegenteil. Genauso wie mich Spielmechaniken mit Belohnungssystemen im Kopf triggern, schaffen es diese  Spiele Harmonie-Schübe bei mir hervor zu rufen. Da ich früh durch die Halle wieselte und noch nicht viele Besucher anwesend waren gab es keinen großen Andrang an den Spielstationen (oder die anderen Besucher wollten mich nicht einfach wegjagen) nahm ich mir die Zeit und spielte die komplette Demo durch.


Neue Möglichkeiten Spiele zu erleben…

Irgendwann musste ich mich aber von der Harmonie in ABZU trennen. Schließlich wollte ich mir noch den Rest der Ausstellung ansehen. Doch da war es wieder. Dieses sau laute, penetrante Stöhnen…

„Ei, was is denn hier bitte los?! Ist ja nicht so, dass hier Schüler rumlaufen oder so„.

Irgendwie sowas schrie der alte Mann in mir und ich war mir nicht sicher, ob diese wollüstigen Ausrufe von einer echten Person oder nicht. Immerhin war ich auf einer fancy Kulturmesse für freie Geister und aufgeschlossene Menschen.

Naja egal, macht doch was ihr wollt…

 

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An einem Stehtisch lernte ich Dominik kennen. Ein Dude der gerade seine Master Arbeit in Kommunikationsdesign abgeschlossen hatte. Er war auf der Messe um sein Projekt Manege.io vorzustellen. Dieses Projekt ist der Stehtisch selbst gewesen, denn dieser war auch gleichzeitig eine Spielfläche für ein lokales Multiplayer Spiel. Ich fand die Idee sehr raffiniert. Als Controller dient das eigene Handy. Das Spiel wird als App herunter geladen aber das Spiel wird gemeinsam auf einen Bildschirm im Tisch projiziert.

Quelle: Vimeo Dominik Krebs

Mehr als das Spiel hat mich die Art und Weise wie die App genutzt wird fasziniert. Irgendwie erinnerte es mich an alte Opas, die in Parks immer Schach oder Dame an Steintischen spielen (Opies 2.0). Digitale Mini-Spiele an öffentlichen Plätzen zu integrieren wäre eine sehr schöne Methode die ewig erflehte Akzeptanz von Games in Deutschland zu fördern.

Auf dem Rückweg aus der Halle heraus fiel mir auf, dass hinter einer Trennwand noch eine Spielstation aufgestellt war. Dahinter wurde das Spiel “ versteckt, welches für das ständige Gestöhne verantwortlich war! Da ich sowieso einen besonders hohen Skill in „Lustmolch“ habe, hätte ich das Spiel gerne mal ausprobiert aber leider war kein Verantwortlicher an der Spielstation anzutreffen. Also doch kein Cybersex bei dem mich die komplette Halle hören kann, schade.

Nachtrag: Mittlerweile ist mir zu Ohren gekommen, dass der Clou an dem Spiel ist, dass es rein auditiv funktioniert. Man sieht also nichts und muss den virtuellen Sexpartner im dunkeln befriedigen.

oooohvrAnsonsten konnte ich noch ein geiles VR-Projekt namens „OOOOHVR“ ausprobieren. Im liegen schwebt der Spieler durch abstrakte Welten, die an ein Kinderzimmer oder das Weltall erinnern. Gelenkt wird lediglich mit der Blickrichtung. Dazu wird der Spieler mit Musik berieselt. Klingt vielleicht erst einmal unspektakulär aber es ist eine sehr entspannende Beschäftigung. Einfach mal treiben lassen und die Bilder genießen. Das Projekt ist noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase aber das Konzept finde ich prima. Früher habe ich mir auch gerne Musik angehört und mir dabei stundenlang den Winamp Player mit seinem „Visualization“ Feature angesehen. Dieses Projekt ist eine ähnliche Erfahrung und sollte von Spotify gekauft werden!

 


Die Erkenntnis des Tages…

Soziale Aspekte IN Spielen sind zwar auch eine Form des Miteinander aber von außen werden die Menschen immer nur jemanden sehen, der auf sein Handy oder an seinen Monitor klotzt. Dadurch ist schon vor langer Zeit eine digitale Parallelgesellschaft entstanden. Wenn zwei Menschen zusammen an einer Konsole zocken oder Tischtennisplatten in öffentlichen Parks benutzen erkennt man direkt ein soziales Miteinander. Die soziale Komponente wird also direkt erkannt. Ich glaube Spiele, die mit dem Körper gesteuert werden müssen oder eine neue Form der Interaktion beinhalten, werden in Deutschland eher akzeptiert. Dabei ist es egal ob sie digital sind oder nicht. Minimale Spielkonzepte, die einfach mal so nebenbei gespielt werden können, sind auf jedem Smartphone bei jedem Menschen zu finden. Verpackt man tolle kleine Konzepte mit einer neuen Herangehensweise tun wir vermutlich mehr für das Image der Videospiele, als wenn wir auf Twitter und im Spiegel Magazin darüber diskutieren.

Nix gegen Tripple A Titel wie GTA oder The Witcher. Ich spiele solche Spiele auch sehr gerne aber die PLAY16 hat mir an diesem Tag gezeigt, dass neue Herangehensweisen für das Thema Spiele in Deutschland gebraucht werden.

 

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PLAY16 – Tag 1

Logbuch des Caipt’n: Ulai, was ein Start…

 

Also erstmal vorab, wenn sich jetzt hier jemand über Fakten über das Event freut, muss ich die Person zum Artikel „PLAY16 – Tag 2“ weiterschicken. In meiner Vorbereitung auf das Event, hatte ich mir natürlich ein Bild der Veranstaltung gemacht aber wegen Gründen verlief der Start etwas holprig. Diesjähriges Motto des Events war „Let’s Get Physical – Game and Body„. Also habe ich erst vermutet es wird eine Wii U Veranstaltung (eher so „Meh…“) oder Augmented Theater Vorführungen (Was eigentlich ziemlich cool wäre!). Was ich aber letztendlich bekommen habe, waren sehr viele Ideen von kreativen und klugen Köpfen, die an Projekten arbeiten mit denen man Games ein Stück weit in die Mitte der Gesellschaft rücken könnte!
Nein, ich mache dieses Fass jetzt nicht auf

Einige Indie Game Trends waren natürlich auch dabei aber was mich viel mehr fesselte waren die unbekannten Perlen, die zwar den Spieltrieb in mir triggerten aber bei denen niemand sagen würde: „Das ist jetzt ein typisches Spiel“. Momentan fällt es mir noch schwer diese neue Faszination zu beschreiben, da man gewisse Dinge, besonders im Bereich VR oder Gamification, selbst erlebt haben muss. So wie Handy Spiele mittlerweile selbstverständlich geworden sind, wird mit etwas Glück eine komplett neue art des Konsums auf uns zukommen. Ich würde es mir wünschen und jeder, den Markt in Deutschland pushen will aber nicht vor Ort war, ist selbst schuld.

Jut. Von all dem gibt es jetzt erstmal nix zu lesen, denn… 

ich war noch nie in Hamburg und habe mich sehr auf den Trip gefreut. Anfang des Jahres wollte ich sogar schon einfach mal blind dort hinzuziehen. Um 01:00 Uhr nachts bin ich mit dem nach Hamburg gefahren, um mir rechtzeitig einen Eindruck von der Stadt zu machen. Immer wenn ich in eine neue Stadt fahre muss ich erst einmal die Wege und Verbindungen checken. Ich will den Weg von meiner Unterkunft zur Location wissen, bevor ich dort sein muss. Ich möchte wissen wo ich einkaufen kann, wo Geldautomaten sind… solche Dinge halt.

Normalerweise bin ich ein großer Fan von Fernbus Reisen aber diese Fahrt war echt ein Horror. Ich war wohl nicht der Einzige der sich dachte, dass es klug wäre bei einer sieben Stunden Fahrt den Nachtbus zu nehmen. Ich hatte den letzten Platz im ganzen Bus bekommen. Von frischer Luft keine Spur. Als ich die Lüftung anmachte, dachte ich eine Flugzeug Turbine gestartet zu haben und erntete jede Menge böse Blicke.

Is ja schon gut! Dann ersticken wir halt alle im Schlaf!


Naja, Schwamm trübba. Im Endeffekt kam ich ja doch noch ziemlich günstig in Hamburg an. Dann sollte ich mich auch nicht beschweren.

snapchat-8852887976967218046In Hamburg angekommen entdeckte ich direkt beim Busbahnhof auch schon die erste Location für das Festival. Eine große Fahne der PLAY16 hing am Museum für Kunst und Gewerbe. Rückblickend ist der Name des Museums auch die perfekte Beschreibung für das ganze Festival. Bei der Veranstaltung dachte ich sehr oft daran, dass gerade die exotischen Spielchen, die mit dem Körper gesteuert werden, sehr gut für die nicht spielende Öffentlichkeit vermarktet werden könnte. Soweit so gut. Damit fühlte ich mich schon mal ein bisschen save. Doch dann gingen die Strapazen direkt weiter. Zerstört und zerfleddert wie ich war, habe ich mich direkt auf den Weg zu meiner Unterkunft gemacht…

Aha, Google Maps funktioniert gerade nicht. Toll. Naja gut, erst einmal zum Ticket Schalter für eine Tageskarte. Was, warum will der Automat 22€?! Das Ticket, kostet doch nur 7€? Okay, nochmal von vorn… und nochmal und nochmal…

Drei Anläufe habe ich gebraucht, um mir das richtige Ticket zu holen. Hey, was soll ich sagen, Schlafmangel und Kaffee Entzug. Am Speicherplatz angekommen (dass ist ein lustiges Synonym für meine Unterkunft), war ich schon fix und fertig. Eigentlich wollte ich nur noch schnell das Ticket für die PLAY16 auf mein Handy laden. In meinem Posteingang ist mir dann aufgefallen, dass ich zwar ein Ticket bestellt habe aber die Überweisung noch gar nicht beendet hatte.
Ergo, kein Ticket!

Oh Boy. Ich überweise das Geld schnell online und zeige die Bestätigung des Auftrags dann beim Event oder bezahle in bar. Deswegen mache ich mir jetzt keine großen Sorgen.“ dachte ich mir.

Damit ich meine Überweisung machen kann, wird mir ein TAN-Code per SMS geschickt. Allerdings kam die nie bei mir an, obwohl ich mir sogar zwei mal einen Code habe zukommen lassen.

Okay, fuck it. Wir haben 11:00 Uhr Vormittags und ich bin jetzt schon fix und fertig. Ich leg mich erstmal ne Runde aufs Ohr. Ist ja noch Zeit bis zur Eröffnung der Veranstaltung“.

Aufgewacht bin ich dann erst um 18:00 Uhr. Ich habe noch einen schnellen Blick in das Programmheft geworfen und dabei festgestellt, dass die Eröffnung erst um 19:00 beginnt. Das Konzept der Veranstaltung wird vorgestellt und alle Verantwortlichen melden sich zu Wort, um die Themenfelder und Gründe der Veranstaltung abzustecken. Nun gut. Sowas kennt man von jeder Veranstaltung. Anschließend gibt es eine Vernissage und eine Band, die alte Game-Soundtracks mit Jazz Musik covert. Das hätte ich zwar schon gerne gesehen aber mein Unbehagen in Bezug auf das Neuland namens Hamburg ließ mir keine Ruhe. Also bin ich erst einmal in Richtung Hauptbahnhof gefahren und habe mir ein paar Lebensmittel für die Woche eingekauft. Morgen kann ich dann die PLAY16 ausgeruht, orientierungsfähig und gestärkt auf mich wirken lassen.

 

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Blogprojekt #52Games – Jahrmarkt

Diese Woche ist das Thema bei #52Games „Jahrmarkt“. Grundsätzlich finde ich solche Bonus Inhalte in Videospielen schon gut. Die meisten von uns haben auf diesen Inseln der Vergnügung alle die gleichen guten Emotionen mitgenommen. Wir sind also grundsätzlich bei diesem Thema schon einmal positiv gestimmt.

Aus Entwicklersicht ist es wahrscheinlich auch immer gern gesehen einen Jahrmarkt in das Spiel zu integrieren, wenn es denn zum Spiel passt. Man kann beispielsweise Minigames einbauen. Wahrscheinlich ist es für einen Entwickler auch motivierend eine simple Spielmechanik für ein kleines Geschicklichkeitsspielchen innerhalb des großen Projektes zu implementieren. So etwas gibt einem bestimmt das Gefühl etwas erledigt zu haben. Zusätzlich bietet so eine gude alte Kirmes auch ein hervorragendes Setting für verschiedene Stimmungen in einer Geschichte. Jeder Horrorfilm, jede Geisterbahn, jeder Krimi oder Videospiel in dem ein abgeranzter Zirkus auftauchen, hat bei mir seine Wirkung. Denn was gibt es schon erschreckenderes als einen Clown?!

Okay, kleine Mädchen die aus einem Brunnen klettern aber schlimmer geht’s echt nicht!
Jahrmärkte sind also meist ein Gewinn für jedes Spiel. Egal in welcher Absicht er verwendet werden soll.

Kommen wir mal zu meiner ingame Gallus Story…
(Obacht! Der nachfolgende Text enthält Spoiler zum Spiel!)

Ich habe neulich während eines Streams genauer über die Gold Saucer von Final Fantasy7 nachgedacht.
Man könnte diesen Vergnügungspark schon fast als ein kinderfreundliches Las Vegas bezeichnen. Viele wichtige Schlüsselereignisse finden an diesem Ort statt. Das kitschige aber doch sehr schöne Date zwischen Aeris und Cloud (oder Tifa bzw. Barrett, je nachdem wie ihr euch im Spiel verhalten habt).
Barretts Hintergrundgeschichte wird aufgedeckt. Außerdem bekommen wir den blödesten Begleiter der ganzen Videospielgeschichte und natürlich Minigames… GRANDIOSE Minigames! Als Kind habe ich den Spielabschnitt in der Gold Saucer natürlich geliebt. Zwischendrin habe ich auch gerne einfach mal den Sephiroth nen guden Mann sein lassen und bin zum Snowboarden und Motorrad fahren in den Freizeitpark zurückgekehrt.

Mittlerweile ist der Zauber aber etwas verflogen.

Heute, als Erwachsener stört mich dieser gigantische Jahrmarkt im Spiel.
OH MEIN GOTT, WAS HAT ER GERADE GESCHRIEBEN?!

Ja. Für mich passt die Gold Saucer überhaupt nicht mehr in den Spielfluss hinein. Ich fühle mich davon irgendwie aus dem Spiel heraus gerissen. Die oben genannten Ereignisse sind immer noch phantastisch und sollten unbedingt stattfinden. Das Setting an diesem Punkt des Spiels passt für mich nicht so richtig zu der sonst so düsteren Welt und der Verfolgungsjagd nach Sephiroth.

caith6Der Begleiter Caith Sith ist das beste Beispiel für diese Unstimmigkeit. Ich meine, was soll dieses Ding sein? Eine Katze auf einem…Kuscheltier? Ich weiß, es ist das Finale der Fantasie aber lasst doch die crazy Charaktere in anderen Teilen vorkommen, wo sie auch hinein passen? Mir kam es so vor als wollten die Entwickler krampfhaft den Spirit der anderen FF-Teile mit einfließen lassen. Schon als Kind, kam mir dieser Charakter total fehl am Platz vor.

 

Ich erkenne die Gesellschaftskritik, die entsteht wenn man das runter gekomme Wüstendorf unterhalb der Vergnügungsstadt sieht. Ein Ort in dem alle in Armut leben und ein Dasein in der Wüste fristen müssen. Alles auf Kosten einer Spaßgesellschaft, direkt über ihnen. Die Message, dass es Spaß im Überfluss nicht auf Kosten von Anderen geben kann finde ich auch ganz gut.
Trotzdem würde mir heute ein kleinerer Jahrmarkt im Spiel besser gefallen. Es ist mir einfach too much und wirkt in das Spiel hinein gepresst. Hoffentlich ist im Remake dieser Abschnitt etwas besser eingeführt.

Mein Vorschlag:

Hier und da mal eine TV-Berichtserstattung über den Vergnügungspark in Midgar einbauen. Zimmer mit alten verdreckten Souvenirs oder einige NPCs die mir erzählen, dass sie keine Lust mehr auf die dreckige Stadt haben und lieber ihr Urlaubsgeld von Shinra dort verzocken würden. So etwas würde diesen Part im Spiel nicht nur vorteasern, es würde die Spielwelt auch lebendiger machen. Worauf sollen sich denn sonst die Bürger in dieser industriellen Welt freuen?
Auf neue Arbeitsbedingungen?
Substanzen, die einen süchtig machen?

 

Auf diese weise würde es nicht wirken wie: „BOOM, HIER IST JETZT EINE VERGNÜGUNGSSTADT WOOOOW, VERGESSEN WIR MITTEN IM GESCHEHEN, DASS WIR ETWAS ZU ERLEDIGEN HABEN!“

ff7_dateDieser Artikel ist natürlich meckern auf hohem Niveau aber ich war nach einer langjährigen Pause vom siebten Teil ziemlich überrascht, welche Wirkung dieser Jahrmarkt nun auf mich hatte. Trotz allem finde ich die Minigames in Final Fantasy 7 sehr gelungen. Das Date ist auch heute noch ein tolles Event. Cheesy aber toll! Ich mag Kitsch wenn es um Liebe geht…verliebt sein ist nun einmal kitschig und das kann auch gerne so dargestellt werden. Besser als wenn Cloud und Aeris sich im Remake Tindern würden. Bitte Square Enix, so etwas will ich auf keinen fall sehen!

 

Andere Stories über Jahrmärkte in Videospielen findet ihr gesammelt bei den Kollegen von Zockwork Orange. Klick mich!

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vsg

Videospielgeschichten 1 – Secret of Evermore und mein Gehirn

Über 20 Jahre lang bin ich jetzt schon Gelegenheitszocker. In dieser Zeit sammeln sich natürlich auch ein paar Anekdoten an. Ich habe alles auf Lager. Geschichten über Wutanfälle, freudige Eskalationen, Geschichten in denen die Realität durch Spiele beeinflusst wurde und anders herum.
Da dieser Blog hier allerdings ein anderes Thema verfolgt, möchte ich meine Geschichten und Meinungen zu Spielen gerne in Gastartikel auf anderen Blogs zum besten geben. Gastartikel machen mir unheimlich viel Spaß, da es nochmal eine viel freiere Form des Schreibens und Erzählen ist.

Ich bin sehr froh bei Videospielgeschichten einen Platz gefunden zu haben, wo Opa seine alten Pixelgeschichten von damals zum besten geben kann.

Mein erster Artikel handelt von den Verknüpfungen, die mein Gehirn zwischen Spielen und meinen Erinnerungen bastelt.
Als Beispiel dient dafür der Super Nintendo Klassiker „Secret of Evermore“.

Wenn du bock auf den Artikel hast, klick hier.
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Blogprojekt #52Games – 100 Leute haben wir gefragt: Erzählen Sie uns etwas über Dungeons.

Also vorab…

 

#52Games ist ein Feature Projekt von den Jungs und Mädels des Gaming Blogs ZockwerkOrange. Unter einem bestimmten Thema kommen wöchentlich Anekdoten von verschiedenen Bloggern zusammen. Wer sich den Beipackzettel zu diesem Projekt noch einmal ansehen möchte, kann das hier tun.

Das Thema dieser Woche ist „Unter der Erde“.

mm6titleart_wikiaMeine Assoziationskette verlief sofort in drei Schritten ab: „Unter der Erde“ => „Dungeons“ => „Might & Magic 6„.
Ein uraltes Rollenspiel, dass mit hundert billionen Sidequests und Dungeons nur so überquillt. Kaum ein Spiel konnte meinen Erkundungsdrang so lange aufrecht erhalten wie dieses Spiel. Heute könnte man M&M6 am ehesten mit The Witcher3 oder Skyrim vergleichen. Der Unterschied dabei ist, dass es statt eines einzelnen Helden, eine Gruppe von vier Charakteren gibt. In einem Misch aus klassischer Ego Perspektive und Dungeon Crawler bewegt man die Gruppe durch eine komplett freie Welt. Wenn man sich Screenshots von M&M6 ansieht, denkt man evtl. gleich an die starre alte Bewegungsart, in denen man für jeden einzelnen Schritt einen Pfeil-Button drücken musste. Hier jedoch bewegt man sich ähnlich wie in einem Shooter und diese Möglichkeit war damals in Rollenspielen nicht selbstverständlich. 

Ähnlich wie zum Beispiel bei Skyrim, gibt es irgendwo dazwischen auch eine Hauptstory aber ich könnte jetzt nicht einmal mehr sagen worum es dort ging… es war bestimmt irgendwas mit Drachen oder so.

Naja, dass entscheidende an dem Spiel ist allerdings, wie einem das Sidequest-Grinden schmackhaft gemacht wird. Da der Spieler quasi als Söldnergruppe unterwegs ist, ist es vollkommen normal an Türen zu klopfen und den Menschen seine Hilfe anzubieten. Ansonsten spielt man in Rollenspielen meist den hochgelobten Helden. Ratten in einem Keller erschlagen? Okay aber nur bis die Mainquest weiter geht!

 

Skelletor in einem klassischen Dungeon
Skelletor in einem klassischen Dungeon

Direkt zum Start des Spiels ist es einem Möglich in andere Länder zu reisen aber die Monster, Banditen und andere Halunken zeigen einem sehr schnell, wo die eigene Grenze ist. Das erkunden der Welt und die Adrenalinstöße in den Dungeons fühlen sich ein bisschen nach Dark Souls oder Gothic an. Alles ist erkundbar aber der Spieler muss sich langsam herantasten und kann nicht einfach mal quer durchs Land rennen.

Oft bin ich tatsächlich einfach blind umher gereist und habe von Monstern bewohnte Höhlen und alte Burgen durchsucht, in denen sich religöse Kultisten oder halsabschneidende Lümmel herumgetrieben haben. Meist wurde ich dann doch direkt an der Eingangstür umgehauen und konnte den alten Spielstand wieder laden. Respawn an einem Checkpoint gab es damals noch nicht. Tot ist tot. Wenn man gestorben ist, musste man das letzte Savegame laden und alles was zwischen Savegame und dem Tot erspielt wurde, war weg.

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Looten & Leveln bist das Inventar platzt!

Wer an Open World Spielen Spaß hat und mit relativ alter aber schöner Grafik klar kommt, wird mit Might and Magic 6 definitiv seinen Spaß haben. Während ich den Artikel jetzt geschrieben habe würde ich mir das gute alte Stück gerne wieder installieren… wenn ich wüsste wo die CD hingekommen ist.