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Games Förderung in Deutschland

Der Weg eines Indie Entwicklers kann lang und dreckig sein. Viele Developer erkennen erst zu spät, dass sie sich schlichtweg mit ihrem Projekt übernommen haben. Ich habe viele Stories von Entwicklern gehört, wo es am fehlenden Geld oder unterschätzen Know-How von Entwicklungsabläufen gescheitert ist. Eine Förderung ist zwar mit Verpflichtungen verbunden aber kann auch gleichzeitig eine helfende Hand sein. 

Dieser Artikel konzentriert sich auf Förderungen, die Medienprojekten gegenüber wohlgesonnen eingerichtet sind. Die Anlaufstellen aus diesem Beitrag bieten beispielsweise faire Methoden der Rückzahlung an. Außerdem begleiten sie ihre Schützlinge bei der Unternehmensgründung und vernetzen sie mit der regionalen Branche.

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Devcom Developer Conference 2017 Bildquelle: devcom.global

Was ist eigentlich die devcom?

Ein neues Event über Videospiele erblickt das Licht der Welt. Genauer gesagt, wahrscheinlich die Konferenz rund um das Thema Game Development in Europa. Das besondere an der devcom – developer conference ist ihre internationale Ausrichtung. Obwohl es sich um eine Premiere der Veranstaltung handelte, wusste sie abzuliefern. Keine technischen Ausfälle, eine angenehme Atmosphäre zum unterhalten und jede menge Wissen aus verschiedenen Ländern.

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PLAY16 – Tag 2

Wie die Zeit verrennt, wenn man Spaß am Spiel hat.

Mein zweiter Tag in Hamburg und mein erster auf der PLAY16. Ausgeschlafen und so frisch ich nur sein kann, habe ich mich am Donnerstag Vormittag auf den Weg zur Hauptveranstaltung gemacht. Mit nem Kaffee und einem Brötchen im Anschlag habe ich mich allerdings erst einmal eine Stunde lang verlaufen.

Ist aber überhaupt kein Ding. Ich habe alle Zeit der Welt und schaue mir auch gerne die Gegend an„.

Relativ dumm war es trotzdem. Alle drei Festival Locations sind maximal zehn Minuten vom Bahnhof entfernt. Als ich dann letztendlich doch die Festival Zentrale fand, konnte ich ohne Probleme das bestellte Ticket auch einfach in Bar bezahlen (Siehe auch: Meine Schusseligkeit an Tag 1).


Die Ausstellung im Kunsthaus Hamburg


Nachdem ich an der Rezeption mein Bändchen abgeholt hatte musste ich natürlich erst noch „schnell“ ein Bild für Instagram machen… und Hashtags suchen… und auf Twitter teilen. Ein wenig später ist mir dann aufgefallen, dass ich wie ein Depp minutenlang in der Eingangstür stand, die Jacke zwischen meine Beine geklemmt und auf mein Handy geschaut habe. Aber hey, alles für die Klicks!
Zuerst bin ich einfach ein bisschen herumgeschlendert und habe mir alles angesehen. Gleich am Eingang fiel einem besonders das große Zelt auf, indem ein Game Design Workshop stattfand. Es war ein bisschen wie, wenn man Tiere im Zoo beobachtet. Sonst standen überall Spielstationen für Desktop Indie Games, VR-Spielchen und experimentelle Spielmechaniken herum. Besucher spielten an kleinen Würfel-artigen Konsolen und flötzten auf Sitzkissen herum. Es gab ein paar VR-Projekte, bei denen ich aber noch keinen Betreuer antraf. Die Veranstaltung war zwar nicht überfüllt aber doch schon recht lebhaft. Zwischendrin hörte ich andauernd ein auffällig lautes Stöhnen. Erst habe ich mir nichts dabei gedacht und ging schmunzelnd weiter.


Vertieft in die Tiefen des Meeres…

Ich ging weiter und lunzte in einen abgedunkelten Raum, indem zwei Spiele an die Wand projiziert wurden. Eines sah aus wie Journey und das andere kam mir vom Namen her sehr bekannt vor, „Everybody’s gone to the Rapture„. Mich zog es dann aber zuerst zu dem Spiel, dass mich an Journey erinnerte.

abzuAch guck an, „ABZU“ von „Giant Squid“. Das sind ja die Herren, die auch ihre Finger bei Journey mit im Spiel hatten, Goil!“ Okay. Direkt ans Gamepad und die Kopfhörer aufgesetzt.

An dieser Stelle spare ich mir die Erklärung für diese Art von Spielen. Man muss sie erlebt haben. Es ist eine sehr, sehr schöne und beruhigende Erfahrung. ABZU ist ein ähnliches Erlebnis wie Journey. Es spielt unter Wasser und ich war sofort wieder in dieser wohltuenden Atmosphäre gefangen. Normalerweise drehen sich Spiele um schnelle Reaktionen und eher aggressive Handlungen, wie z.B. Shooter oder MOBA Spiele. Mir ist schon klar, dass diese Emotionen den Spieler bei der Stange halten sollen aber ABZU ist genau das Gegenteil und funktionieren wunderbar. Man ist entspannt aber nicht unaufmerksam. Dabei geht die Lust am Spiel auch nicht verloren, im Gegenteil. Genauso wie mich Spielmechaniken mit Belohnungssystemen im Kopf triggern, schaffen es diese  Spiele Harmonie-Schübe bei mir hervor zu rufen. Da ich früh durch die Halle wieselte und noch nicht viele Besucher anwesend waren gab es keinen großen Andrang an den Spielstationen (oder die anderen Besucher wollten mich nicht einfach wegjagen) nahm ich mir die Zeit und spielte die komplette Demo durch.


Neue Möglichkeiten Spiele zu erleben…

Irgendwann musste ich mich aber von der Harmonie in ABZU trennen. Schließlich wollte ich mir noch den Rest der Ausstellung ansehen. Doch da war es wieder. Dieses sau laute, penetrante Stöhnen…

„Ei, was is denn hier bitte los?! Ist ja nicht so, dass hier Schüler rumlaufen oder so„.

Irgendwie sowas schrie der alte Mann in mir und ich war mir nicht sicher, ob diese wollüstigen Ausrufe von einer echten Person oder nicht. Immerhin war ich auf einer fancy Kulturmesse für freie Geister und aufgeschlossene Menschen.

Naja egal, macht doch was ihr wollt…

 

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An einem Stehtisch lernte ich Dominik kennen. Ein Dude der gerade seine Master Arbeit in Kommunikationsdesign abgeschlossen hatte. Er war auf der Messe um sein Projekt Manege.io vorzustellen. Dieses Projekt ist der Stehtisch selbst gewesen, denn dieser war auch gleichzeitig eine Spielfläche für ein lokales Multiplayer Spiel. Ich fand die Idee sehr raffiniert. Als Controller dient das eigene Handy. Das Spiel wird als App herunter geladen aber das Spiel wird gemeinsam auf einen Bildschirm im Tisch projiziert.

Quelle: Vimeo Dominik Krebs

Mehr als das Spiel hat mich die Art und Weise wie die App genutzt wird fasziniert. Irgendwie erinnerte es mich an alte Opas, die in Parks immer Schach oder Dame an Steintischen spielen (Opies 2.0). Digitale Mini-Spiele an öffentlichen Plätzen zu integrieren wäre eine sehr schöne Methode die ewig erflehte Akzeptanz von Games in Deutschland zu fördern.

Auf dem Rückweg aus der Halle heraus fiel mir auf, dass hinter einer Trennwand noch eine Spielstation aufgestellt war. Dahinter wurde das Spiel “ versteckt, welches für das ständige Gestöhne verantwortlich war! Da ich sowieso einen besonders hohen Skill in „Lustmolch“ habe, hätte ich das Spiel gerne mal ausprobiert aber leider war kein Verantwortlicher an der Spielstation anzutreffen. Also doch kein Cybersex bei dem mich die komplette Halle hören kann, schade.

Nachtrag: Mittlerweile ist mir zu Ohren gekommen, dass der Clou an dem Spiel ist, dass es rein auditiv funktioniert. Man sieht also nichts und muss den virtuellen Sexpartner im dunkeln befriedigen.

oooohvrAnsonsten konnte ich noch ein geiles VR-Projekt namens „OOOOHVR“ ausprobieren. Im liegen schwebt der Spieler durch abstrakte Welten, die an ein Kinderzimmer oder das Weltall erinnern. Gelenkt wird lediglich mit der Blickrichtung. Dazu wird der Spieler mit Musik berieselt. Klingt vielleicht erst einmal unspektakulär aber es ist eine sehr entspannende Beschäftigung. Einfach mal treiben lassen und die Bilder genießen. Das Projekt ist noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase aber das Konzept finde ich prima. Früher habe ich mir auch gerne Musik angehört und mir dabei stundenlang den Winamp Player mit seinem „Visualization“ Feature angesehen. Dieses Projekt ist eine ähnliche Erfahrung und sollte von Spotify gekauft werden!

 


Die Erkenntnis des Tages…

Soziale Aspekte IN Spielen sind zwar auch eine Form des Miteinander aber von außen werden die Menschen immer nur jemanden sehen, der auf sein Handy oder an seinen Monitor klotzt. Dadurch ist schon vor langer Zeit eine digitale Parallelgesellschaft entstanden. Wenn zwei Menschen zusammen an einer Konsole zocken oder Tischtennisplatten in öffentlichen Parks benutzen erkennt man direkt ein soziales Miteinander. Die soziale Komponente wird also direkt erkannt. Ich glaube Spiele, die mit dem Körper gesteuert werden müssen oder eine neue Form der Interaktion beinhalten, werden in Deutschland eher akzeptiert. Dabei ist es egal ob sie digital sind oder nicht. Minimale Spielkonzepte, die einfach mal so nebenbei gespielt werden können, sind auf jedem Smartphone bei jedem Menschen zu finden. Verpackt man tolle kleine Konzepte mit einer neuen Herangehensweise tun wir vermutlich mehr für das Image der Videospiele, als wenn wir auf Twitter und im Spiegel Magazin darüber diskutieren.

Nix gegen Tripple A Titel wie GTA oder The Witcher. Ich spiele solche Spiele auch sehr gerne aber die PLAY16 hat mir an diesem Tag gezeigt, dass neue Herangehensweisen für das Thema Spiele in Deutschland gebraucht werden.

 

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PLAY16 – Tag 1

Logbuch des Caipt’n: Ulai, was ein Start…

 

Also erstmal vorab, wenn sich jetzt hier jemand über Fakten über das Event freut, muss ich die Person zum Artikel „PLAY16 – Tag 2“ weiterschicken. In meiner Vorbereitung auf das Event, hatte ich mir natürlich ein Bild der Veranstaltung gemacht aber wegen Gründen verlief der Start etwas holprig. Diesjähriges Motto des Events war „Let’s Get Physical – Game and Body„. Also habe ich erst vermutet es wird eine Wii U Veranstaltung (eher so „Meh…“) oder Augmented Theater Vorführungen (Was eigentlich ziemlich cool wäre!). Was ich aber letztendlich bekommen habe, waren sehr viele Ideen von kreativen und klugen Köpfen, die an Projekten arbeiten mit denen man Games ein Stück weit in die Mitte der Gesellschaft rücken könnte!
Nein, ich mache dieses Fass jetzt nicht auf

Einige Indie Game Trends waren natürlich auch dabei aber was mich viel mehr fesselte waren die unbekannten Perlen, die zwar den Spieltrieb in mir triggerten aber bei denen niemand sagen würde: „Das ist jetzt ein typisches Spiel“. Momentan fällt es mir noch schwer diese neue Faszination zu beschreiben, da man gewisse Dinge, besonders im Bereich VR oder Gamification, selbst erlebt haben muss. So wie Handy Spiele mittlerweile selbstverständlich geworden sind, wird mit etwas Glück eine komplett neue art des Konsums auf uns zukommen. Ich würde es mir wünschen und jeder, den Markt in Deutschland pushen will aber nicht vor Ort war, ist selbst schuld.

Jut. Von all dem gibt es jetzt erstmal nix zu lesen, denn… 

ich war noch nie in Hamburg und habe mich sehr auf den Trip gefreut. Anfang des Jahres wollte ich sogar schon einfach mal blind dort hinzuziehen. Um 01:00 Uhr nachts bin ich mit dem nach Hamburg gefahren, um mir rechtzeitig einen Eindruck von der Stadt zu machen. Immer wenn ich in eine neue Stadt fahre muss ich erst einmal die Wege und Verbindungen checken. Ich will den Weg von meiner Unterkunft zur Location wissen, bevor ich dort sein muss. Ich möchte wissen wo ich einkaufen kann, wo Geldautomaten sind… solche Dinge halt.

Normalerweise bin ich ein großer Fan von Fernbus Reisen aber diese Fahrt war echt ein Horror. Ich war wohl nicht der Einzige der sich dachte, dass es klug wäre bei einer sieben Stunden Fahrt den Nachtbus zu nehmen. Ich hatte den letzten Platz im ganzen Bus bekommen. Von frischer Luft keine Spur. Als ich die Lüftung anmachte, dachte ich eine Flugzeug Turbine gestartet zu haben und erntete jede Menge böse Blicke.

Is ja schon gut! Dann ersticken wir halt alle im Schlaf!


Naja, Schwamm trübba. Im Endeffekt kam ich ja doch noch ziemlich günstig in Hamburg an. Dann sollte ich mich auch nicht beschweren.

snapchat-8852887976967218046In Hamburg angekommen entdeckte ich direkt beim Busbahnhof auch schon die erste Location für das Festival. Eine große Fahne der PLAY16 hing am Museum für Kunst und Gewerbe. Rückblickend ist der Name des Museums auch die perfekte Beschreibung für das ganze Festival. Bei der Veranstaltung dachte ich sehr oft daran, dass gerade die exotischen Spielchen, die mit dem Körper gesteuert werden, sehr gut für die nicht spielende Öffentlichkeit vermarktet werden könnte. Soweit so gut. Damit fühlte ich mich schon mal ein bisschen save. Doch dann gingen die Strapazen direkt weiter. Zerstört und zerfleddert wie ich war, habe ich mich direkt auf den Weg zu meiner Unterkunft gemacht…

Aha, Google Maps funktioniert gerade nicht. Toll. Naja gut, erst einmal zum Ticket Schalter für eine Tageskarte. Was, warum will der Automat 22€?! Das Ticket, kostet doch nur 7€? Okay, nochmal von vorn… und nochmal und nochmal…

Drei Anläufe habe ich gebraucht, um mir das richtige Ticket zu holen. Hey, was soll ich sagen, Schlafmangel und Kaffee Entzug. Am Speicherplatz angekommen (dass ist ein lustiges Synonym für meine Unterkunft), war ich schon fix und fertig. Eigentlich wollte ich nur noch schnell das Ticket für die PLAY16 auf mein Handy laden. In meinem Posteingang ist mir dann aufgefallen, dass ich zwar ein Ticket bestellt habe aber die Überweisung noch gar nicht beendet hatte.
Ergo, kein Ticket!

Oh Boy. Ich überweise das Geld schnell online und zeige die Bestätigung des Auftrags dann beim Event oder bezahle in bar. Deswegen mache ich mir jetzt keine großen Sorgen.“ dachte ich mir.

Damit ich meine Überweisung machen kann, wird mir ein TAN-Code per SMS geschickt. Allerdings kam die nie bei mir an, obwohl ich mir sogar zwei mal einen Code habe zukommen lassen.

Okay, fuck it. Wir haben 11:00 Uhr Vormittags und ich bin jetzt schon fix und fertig. Ich leg mich erstmal ne Runde aufs Ohr. Ist ja noch Zeit bis zur Eröffnung der Veranstaltung“.

Aufgewacht bin ich dann erst um 18:00 Uhr. Ich habe noch einen schnellen Blick in das Programmheft geworfen und dabei festgestellt, dass die Eröffnung erst um 19:00 beginnt. Das Konzept der Veranstaltung wird vorgestellt und alle Verantwortlichen melden sich zu Wort, um die Themenfelder und Gründe der Veranstaltung abzustecken. Nun gut. Sowas kennt man von jeder Veranstaltung. Anschließend gibt es eine Vernissage und eine Band, die alte Game-Soundtracks mit Jazz Musik covert. Das hätte ich zwar schon gerne gesehen aber mein Unbehagen in Bezug auf das Neuland namens Hamburg ließ mir keine Ruhe. Also bin ich erst einmal in Richtung Hauptbahnhof gefahren und habe mir ein paar Lebensmittel für die Woche eingekauft. Morgen kann ich dann die PLAY16 ausgeruht, orientierungsfähig und gestärkt auf mich wirken lassen.

 

Gamesweek2016

Games Week Berlin – Ein Wegweiser in alle Richtungen

Die International Games Week Berlin (dieses Jahr vom 18. – 24. April) ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Game-Events aus den Bereichen Industrie, Medien und Kultur. Das Event selbst bezeichnet sich als „Branchenübergreifende Kommunikationsplattform“.

Wahrscheinlich könnte ich mir den Post auch sparen, da die Veranstaltung genauso bekannt ist, wie die Gamescom.

Auf der Games Week Berlin finden folgende Veranstaltungen statt:

  • Quo Vadis
  • Making Games Talends
  • AMAZE
  • Gamefest – Computerspielemuseum
  • Game <3 Cinema
  • WOMENIZE
  • Researching Games
  • Matchmaking Dinner
  • VR & Games Investment Booster

 

Wie man anhand der Veranstaltungen schon sehen kann, ist die GW doch eher etwas für Leute vom Fach. Major- und Indie-Studios kommen zusammen (Quo Vadis/AMAZE). Sponsoren treffen auf Projekte (Investment Booster). Die Forschung regt zum Austausch mit der Community an (Games Research). Die Kultur erinnert an vergangene Zeiten (Gamefest).

 


 

Allerdings bietet diese Woche auch Bewerbern die Möglichkeit, sich persönlich bei Unternehmen vorzustellen. Hauptsächlich natürlich bei der Veranstaltung Making Games Talends aber hey…

Auch außerhalb der MGT laufen andauernd Leute herum, die direkt aus der Branche sind! Auf die Sponsoren und Partner der Veranstaltungen sollte man auch ein Auge werfen.

Egal welches Anliegen du hast, dort wird dir die Möglichkeit geboten jemand gleichgesinnten zu treffen. Manchmal muss man sich einfach nur ins Getümmel schmeißen und es eröffnen sich viele neue Möglichkeiten. Optionen an die du bisher überhaupt nicht gedacht hättest!

Deshalb ist die International Games Week ein ganz besonderes Schmankerl in der Szene. Sie eröffnet Wege in alle Richtungen. Leicht zu erkennen. Gepflastert. Mit Wegweisern versehen.

Die offizielle Seite mit genaueren Infos gibt es HIER.

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Event-Tipp: Quo Vadis 2016 the place to be in der Gamesbrance

Vom 18. – 20.April findet in Berlin die alljährige Quo Vadis statt.

(Einsteigerinfo: Wenn man sich für die Gamesbranche interessiert und zufällig aus Europa kommt, dann ist die Quo Vadis the place to be!)

150 Sprecher bequatschen alles, was neu und relevant in der Branche ist. Hier mal einige Beispiele für einen Ersteindruck:

 

  • Professionelles Game/Story Design (Ubisoft)
  • Tops und Flops aus der MMO-Szene (Playjoo)
  • Cloud Technologie und was uns evtl. bevorsteht (Microsoft)
  • Virtual Reality in der Spieleentwicklung
  • Marketing und Mobile Spiele (Mobilize)
  • Spiele Journalismus (Webedia Gaming)

 

Dies sind nur einige von vielen, vielen Themen. Frisch gepflückt aus Wirtschaft und Forschung. Ein wichtiger Hotspot in der Gamesbranche, um sich auf den neusten Stand zu bringen oder Visitenkarten zu sammeln.

Die Quo Vadis wird von der Aruba Events GmbH veranstaltet und findet im Rahmen der Games Week Berlin statt. Über die Games Week könnt ihr euch entweder selbst informieren oder bis morgen warten. Dann habe ich wieder einen kleinen Eventüberblick für euch.

 

Die Liste der Sprecher findet ihr HIER

Tickets für die Quo Vadis gibt es HIER

Being Indie

„Being Indie“ eine Kurzdoku über deutsche Indie-Entwickler

Auf Twitter bin ich heute durch Gunnar Lott (wer ihn nicht kennt, googlen. Sofort!) auf ein kurzes aber schönes Stück Bewegbild der deutschen Spielekultur gestoßen. Die Kurzdoku „Being Indie“ ist ein Einblick in die Welt der deutschen Indie-Entwickler. Als Vorzeige Entwickler wurden Deadalic Studio West, Piranha Bytes, Studio Fizbin und Deck13 heran gezogen. Wie sieht es bei einem Indie-Entwickler zuhause aus? Lauscht gespannt ihren Meinungen über den Überlebenskampf in der Gamesbranche, ihre eigene Definition als Indie-Entwickler UND das heikle Thema „Publisher“.

Direkt am Anfang der Dokumentation bekommen wir das Studio der Piranha Bytes zu sehen. Ich wurde direkt entzaubert. Ihr Büro ist ein gemütliches Einfamilienhaus. Vorstadtidylle statt Großraumbüro. Ich dachte immer, dass die PB mitlehrweile in cleanen Büroräumen untergebracht sind.

Allein die Bildsprache der Doku klärt schon sehr gut über deutsche Indie-Entwickler auf.

 


 

Natürlich zeigt das Video die romantische Erfolgsgeschichte von unabhängigen Entwickler Teams. Es wird auch nicht wirklich über die Ups and Downs der Studios geredet. Trotzdem dient es der Aufklärung und das ist der springende Punkt bei der Sache.

Man könnte die Indie-Branche im Prinzip auch mit einer Gladiatoren Arena vergleichen. Geprägt von einer gewaltigen Masse von Entwicklern, schaffen es die meisten halt nicht zu bestehen. Geschweige denn einen nachhaltigen zu Lebensstandard auf die Beine zu stellen.
Wenn man aber überhaupt nicht erst anfängt seine Träume zu verfolgen, dann wäre unsere Welt ein ziemlich langweiliger Ort.

Andreas Suika (Deadalic Studios West) sagt in der Dokumentation etwas sehr treffendes zu seinem Bezug zu Games.
Spiele machen, wäre damals für ihn genauso gewesen, wie wenn man davon Träumt nach Hollywood zu gehen. Eigentlich ist es keine richtige Option.

Nun ist er eben Chef eines Spieleentwickler Studios.

Dies ist einer der Gründe warum ich einen Blog gestartet habe. In der Hoffnung, dass der ein oder andere Zocker vielleicht anfängt sich zu informieren. Denn seien wir mal ehrlich. Es gibt sehr viele Menschen, die ihre Berufung suchen. Die Gamesbranche bietet sehr viele Möglichkeiten sich kreativ auszulassen. Leider sehen viele nicht den Arbeitsmarkt hinter den Spielen.

Die Gamesbranche ist nicht Hollywood! Es ist nicht utopisch sich hier seinen Platz zu verschaffen. Okay, genug der Rocky Motivationsreden geschwungen. Back to Business…

 


Unter anderem wird über die eigene Definition gesprochen. Was genau macht denn jetzt einen „Indie“ Entwickler aus? Ist er kein cooler unabhängiger Entwickler mehr, wenn ein großer Publisher mit einer Idee an einen heran tritt und sagt: „Ey, wir haben da diese Idee. Setzt das doch mal um“.
Nutzt ein kleiner Entwickler für sein Game die Marketing Stärke eines Publishers, ist er direkt verpönt?

Mir kam es so vor, als ob die interviewten Herren das Bedürfnis hatten, sich für die Kooperation mit Publishern zu rechtfertigen. Allein weil dies ein ewiges Thema in der Szene ist.

Hier, jetzt mal ganz ehrlich… diese Diskussion ist doch sowas von dumm und unnötig! Wenn das Spiel im Endeffekt einfach gut ist, ist es mir doch vollkommen egal, wie es zustande gekommen ist. Hauptsache es unterhält mich oder bietet mir etwas Neues.

Das Thema des unabhängigen Indie-Künstler ist (nicht nur in der Gamesbranche) von unserer ekelhaften Neidgesellschaft durchzogen.

Dieses Thema kotzt mich auch in der Musikbranche tierisch an. Es existieren dermaßen viele Bands und Musiker, die mehr an ihren Ruf als Künstler denken und sich total in „ihrer Kunst“ verlieren. Anstatt einfach mal nen guten Song heraus zu bringen.

Diese Leute sind nicht im Gedanken bei der Musik, sondern bei ihrer dummen-, Weichei geprägten Berlin-Mitte Einstellung. Weil die anderen Künstler-Kumpels ihnen sonst sell out vorwerfen.

Fuck it… zurück zum Thema.

Andreas Suika von Daedalic fasst es nochmal gut zusammen:

„Ich halte mich zu der Diskussion gerade heraus, weil die mir zu hitzig ist. Ich glaube das ist auch gar nicht wichtig. Ich glaube in Deutschland ist es momentan eher mal wichtiger, dass wir gute Spiele herausbringen, statt die Diskussion zu führen wer jetzt Indie ist und wer nicht.“

 


 

Alles in Allem haben sich diese 15min doch schon sehr gelohnt. Ich habe mir noch keine Kommentare oder sonstiges Medienecho dazu durchgelesen. Wenn meine Meinung streitbar ist, lese ich mir auch gerne andere Sichtweisen auf Twitter, Facebook oder sonstwo durch.

 

Quelle: IT-Times.de

BIU und Making Games bieten online Unterstützung für StartUps

Hier bin ich auf eine interessante Sache gestoßen, meine Damen und Herren… Der BIU und sein Partner das „Making Games“ Magazin bieten ein Webinar für Projektförderung an.

Wenn ihr ein Projekt realisieren möchtet aber keine Ahnung habt, wie man einen Businessplan erstellt oder generell vor der Gründung eines StartUps steht, solltet ihr euch diesen Workshop mal reinziehen.

 Für 20€ erklärt euch Kamil Barbarski (Geschäftsführer von MAK3it und Unternehmensberater) wie man digitale Geschäftsmodelle vernünftig presentiert.

 Es gibt da nämlich ein Tool, welches sich „Businessmodel Canvas“ nennt und eine bewährte Vorlage sein soll. Das Webinar soll die ersten Schritte mit diesem Tool erklären.


 

 Ich unterstelle dem BIU nur die besten Absichten für die Förderung der Gamesbranche in Deutschland. Deswegen glaube ich kaum, dass dieser Workshop eine Inhaltslose Abzocke ist, um ein Geschäftsmodell zu verkaufen. Möglich ist es natürlich aber ich glaube jeder angehende Gründer wird dort etwas nützliches für sein Projekt herausziehen können.

 

Außerdem, 20 Tacken… come on!

 

Hier geht es zur Anmeldung des Webinars

 
MLG Verkauft

Activsion/Blizzard schnappt sich Major League Gaming (MLG)

Die aktuelle Entwicklung des eSport bleibt spannend. Nun kauft Activision/Blizzard auch noch das Projekt MLG (Major League Gaming). Diese gehören zu den Big Playern der eSport Szene. Große Events, Stream Übertragungen und eigene Ligen hat sich die MLG seit ihrer Gründung 2002 aufgebaut. Kritik gibt es von den eigenen Aktionären. Nicht alle sollen über diesen Deal bescheid gewusst haben. Warum sollten, die führenden Köpfe einige ihrer Kollegen diese News vorenthalten und was bedeutet es für Activision/Blizzard, wenn sie Besitzer der MLG sind?

eSport in der Mitte der Gesellschaft

 

Mittlerweile wissen wir ja das die großen Konzerne EA und Activision/Blizzard den eSport auf ein neues Level heben wollen. Natürlich geht es ihnen dabei auch um die Vermarktung ihrer eigenen Spiele. Nun da einer der größten eSport Veranstalter (MLG) mit einer der mächtigsten Spieleschmieden (A/B) UND auch noch dem ehemaligen CEO der ESPN Steve Bornstein (Dem amerikanischen Sport TV Sender) fusionieren, steht es wohl außer Frage, dass Blizzards kompetitiven Hausmarken: Overwatch, Starcraft, Hearthstone oder Heros of the Storm nicht nur eine spezielle Interessensgruppe anpeilen.

Was macht man also mit Fischen, die zu groß für ihren Teich werden? Richtig. Man wirft sie in einen Größeren!

Der eSport Markt möchte expandieren und dies wird nur möglich, wenn neue Käufer und Konsumenten hinzukommen. Ich kann mir vorstellen, dass Blizzard seine Zielgruppe kennt und auch sehr gut weiß, was die Menschen haben wollen, die nichts mit dem Image eines Pro-Gamers anfangen können.

TV oder Internet? Wo gehört der eSport hin?

Im Internet herrscht momentan noch eine Goldgräberstimmung, wenn es um Entertainment geht. Plattformen wie TwitchTV oder YouTube finden sich gerade selbst und es herrscht ein riesen Wirrwarr. Das ist im klassischen TV nicht so. Wenn man den TV einschaltet ist alles geordnet. Da gäbe es die öffentlich Rechtlichen Sender, die so tun als ob sie ein bisschen mehr Bildung liefern und dann gibt es noch die Privaten Sender, von denen man sich berieseln lässt bis einem das Hirn weggerieselt ist.
JEDOCH sind sowohl das Internet, als auch das Fernsehen Massenmedien die funktionieren. Dies ist nicht von der Hand zu weisen. Wenn es also eine Anlaufstelle im Internet gäbe, wo Experten und Anfänger eSport konsumieren können, fließen die Zuschauer recht schnell zu einem Internet Sender. Die Konsumenten werden quasi gebündelt.

David-Beckham-phone-numberrekklesAnders müsste es beim klassischen TV laufen. Hier gilt es immer noch Akzeptanz für das Medium zu schaffen. Computerkinder, die von Nerds (in zugegeben) großen Hallen bejubelt und applaudiert werden, sind einfach noch nichts gegen den 08/15 Fussball oder Football Fan, der im Station ausrastet. Mit diesen Gesichtern identifizieren sich die meisten Menschen der westlichen Welt nun mal. Das braucht jetzt auch keiner abstreiten, is doch so!?

Wenn ein Pro Gamer in den Medien aufgestellt werden würde, wie ein David Beckham oder Michael Schuhmacher, würde das bestimmt viele Laien anziehen, die nichts oder nur wenig mit Gaming zu tun haben. Stars werden immer imitiert. Die nötige Finanzkraft für solch ein Marketing wollen die Spieleentwickler jetzt anscheinend auf den Tisch legen.

MLG, Schulden und interne Streitereien. Ist die Übernahme ein Fluch oder Segen?

Die Major League Gaming besteht aus vielen Aktionären. Die einen haben etwas mehr Geld in dieses Projekt investiert, die anderes etwas weniger. Intern herrscht derzeit ein ziemlicher Unmut, weil „Aktionäre zweiter Klasse“ nicht von der Übernahme A/B informiert gewesen sein sollen. Zumindest nicht rechtzeitig.
Es ist auch kein Geheimnis, dass sich die MLG in den letzten Jahren schwer verschuldet hat. Sie haben zwar etwas großes und wertiges aufgebaut aber anscheinend kam nach den Investitionen nicht genug Geld in die Kassen.

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Ich bin mir nicht sicher, ob die Übernahme nun eine Rettung oder den Untergang für die Major League bedeutet. Mit Sicherheit trennt man sich nun von einigen Aktionären und strukturiert intern eine Menge um. Es könnte also einen Aderlass von gezwungenen Kompromissen bedeutet, die sie aufgrund ihrer finanziellen Not bisher ertragen mussten.
Genauso gut könnte es sein, dass die MLG so wie sie war bisher am besten funktioniert hatte und nun wird alles in ein Konzept gepresst, dass nicht funktionieren wird.

Kein Plan… beide Szenarien können natürlich eintreffen.

Ich bin allerdings guter Dinge. Die Positionen wurden mit den perfekten Leuten besetzt. Sie ziehen alle an einem Strang. Was kann man sich also mehr für den eSport wünschen?

 

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Die Games&Ausbildung Fachkonferenz 2015 – Eindrücke, Themen, Probleme und Fazit

Am 16.12.2015 fand in Köln zum ersten Mal die Games&Ausbildung statt. Der Name war dabei Programm. Professoren, Studenten und Menschen aus der Szene sollten hier die Möglichkeit bekommen sich über Ausbildung innerhalb der Gamesbranche zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und miteinander netzwerken. Die Idee hinter dieser Veranstaltung gefiel mir sehr gut, deswegen habe ich mich auf den Weg nach Kölle gemacht und mir angesehen, was dabei herum kam.

 

Tag der offenen Türen in der Gamesbranche…


Da dieser Blog hier sich selbst auch die Aufgabe gegeben hat eine Informationsquelle für Laien außerhalb der Gamesbranche zu sein, passt diese Konferenz natürlich perfekt hier her. Wenn ihr momentan sowieso überlegt, ein Studium für Games anzufangen, dann gibt es hier einen ausführlichen Eindruck von mir. Für alle anderen ist es hoffentlich auch informativ.

Die Veranstalter Aruba Events haben (meiner Meinung nach) etwas sehr wichtiges ins Leben gerufen. Ich glaube das Motto „Tag der offenen Türen“ beschreibt die Veranstaltung am besten. Wenn ihr euch gerne über verschiedene Ausbildungsformen oder Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland informieren möchtet, dann ist dieses Event genau die richtige Anlaufstelle.

Vor Ort waren jede menge Vertreter von privaten und staatlichen Fachhochschulen oder Universitäten. Verschiedene Berufsbilder und Studiengänge wurden erläutert. Im Publikum saßen auch einige Berufstätige aus der Branche, dadurch konnte gemeinsam besprochen werden, inwieweit eine Ausbildung und die erwartete Job Qualifikation in der Realität zusammen passen. 

Quelle: Uwe Konrad, Aruba Events

Als ich mich während den Vorträgen und Gesprächen umgesehen habe, sind mir viele junge Menschen aufgefallen, die wahrscheinlich sehr damit beschäftigt waren, ihre Vorstellungen mit dem gesagten zu vergleichen.
Generell hatte ich das Gefühl, dass Game-Studenten sich viel mehr für ihr Studium interessieren und engagieren als Max Mustermann, der sich in BWL eingeschrieben hat, weil er nicht wusste was er studieren soll.

 


 

Mentoren unter sich – Forschung oder Handwerk?


Allerdings war die Konferenz nicht nur eine reine Informationsveranstaltung für Teenies. Die bereits oben erwähnten Professoren und Ausbilder tauschten sich auch über ihren eigenen Status Quo aus. Mir war bis dahin nicht bewusst, dass es scheinbar einen kleinen Krieg zwischen der theoretischen Wissenschaft und den Praxis orientierten Unternehmen gibt.
Eines ist dabei sehr deutlich geworden. Die Spieleindustrie in Deutschland steckt voller Motivation und Tatendrang, in allen Gebieten. Sie ist allerdings sehr, sehr jung und anscheinend zu unbedeutend (Umsatzschwach) für Politik und wirtschaftliche Förderungen.

Den Unterschied, der beiden Parteien möchte ich an dieser Stelle unbedingt erläutern, denn auch Studenten sollten vor dem Studium den Unterschied zwischen Forschungs- und Handwerksstudiengänge wissen:

Wählt ihr ein Studium der Forschung, werdet ihr euch wissenschaftlich mit dem Medium „Videospiele“ beschäftigen

Warum und wie lösen Videospiele Emotionen bei uns aus?
Welche Spielmechaniken gibt und gab es?
Wie entwickelt man neue Spielmechaniken, damit z.B. neue Genres entstehen oder bestehende Arten von Spielen besser funktionieren?
Was sind die neusten Entwicklungen der neuen Medien (z.B. Virtual Reality)?
Wie reagiert die Gesellschaft auf das Medium?

In den „Handwerksstudiengängen“ hingegen lernt ihr Spiele zu produzieren oder wie man die Projekte realisiert.

Wie programmiere ich Spielmechaniken oder Abläufe in Spielen?
Wie kommen die Texturen auf meine Spielfigur?
Wie gestalte ich ein Level für mein Spiel?
Wie mache ich damit Profit?!

Diese Differenzierung ist natürlich aus meinem eigenen Verständnis der Vorträge entnommen. Wenn sich jetzt ein Student oder Professor die Hand vor den Kopf schlägt, hinterlasst mir doch bitte eure Sichtweise in den Kommentaren.

 


 

Prof. Dr. Gundolf Freyermuth hat zum Auftakt der Konferenz drei Kriterien genannt, die eine Branche erfüllen muss, um in der Politik (bzw. der Gesellschaft) Anerkennung zu finden:

  1. Die Branche sollte eine Wirtschaftliche Relevanz haben.
  2. Es sollten Kulturelle Ereignisse stattfinden (dies wären z.B. Konferenzen und Preisverleihungen).
  3. Studiengänge müssen etabliert werden.
Quelle: Uwe Konrad, Aruba Events

Die Definition von: „Games in der Mitte der Gesellschaft„, klingt unter diesen Kriterien recht einleuchtend für mich. In Deutschland existieren mittlerweile alle Voraussetzungen, allerdings muss jeder Aspekt expandieren und wachsen. Damit der deutsche Markt sich im globalen Wettstreit behaupten kann, bedarf es mehr Individualität und Expertise.
Deutschland ist bekannt für sein Faible an Strategiespielen, Browsergames und der Cryengine. Warum arbeitet die Forschung also nicht Hand in Hand mit den Unternehmen zusammen, um beispielsweise diese drei Stärken unseres Marktes weiter auszubauen? Studenten brauchen immer Jobs also lasst sie Erfahrungen sammeln. Arbeitsprozesse innerhalb der Spieleentwicklung können bestimmt in Projektarbeiten ausgelagert werden?

 


 

Fazit: Brüder und Schwestern im Geiste

Da ich selbst erst anfange mich mit der Spielebranche auseinander zu setzen, bin ich sehr erstaunt wie persönlich der Umgang miteinander ist. Mir kommt es nicht vor wie eine Industrie oder eine Berufswelt, sondern viel eher wie ein Zusammentreffen von Gleichgesinnten. Alle wollen an einem Strang ziehen und sind dazu auch noch sehr kontaktfreudig. Man ist direkt mit allen Gesprächspartnern per Du und hat Interesse für die Anliegen der Anderen. Ich vermute mal es liegt auch an der Jugend der Szene. Genau JETZT in den vergangenen- sowie in den kommen paar Jahren, etablieren diese Menschen eine kulturelle und finanziell relevante Branche.

Fehlende Kommunikation von Arbeitgebern zu Ausbildern
Das Feedback und die Zusammenarbeit vom Arbeitsmarkt zu den Ausbildungsstätten könnte meiner Meinung nach etwas optimiert werden. Warum holen sich Unternehmen nicht ein paar Studenten als billige Arbeitskraft, wenn es schon nicht gut mit der Finanzierung aussieht?
Stattdessen beschweren sich einige Entwicklerstudios, dass Absolventen ihr Handwerk nicht gut genug beherrschen. Die jungen Hüpfer sind doch froh, wenn sie Kontakte und Erfahrungen sammeln können. Dann arbeitet doch mit an ihren Fähigkeiten?

Forschung oder Handwerk?
Ja, in vielerlei Hinsicht steckt die deutsche Gamesbranche noch in ihren Kinderschuhen aber genauso, wie man das Wachstum eines Kindes nicht verhindern kann, wird auch die Entwicklung dieses Mediums nicht zu stoppen sein. Mit Sturm und Drang versuchen Denker und Macher sich zu behaupten.

So kam es mir zumindest vor…

Dabei legen alle Beteiligten mehr Wert darauf ihren Standpunkt klar zu machen, als nach Überschneidungen und Kompromissen zu suchen. Ich finde die Kriterien für kulturelle Akzeptanz von Prof. Dr. Gundolf Freyermuth sollten zwar gefördert werden, allerdings mit einer chronologischen Priorität.
Sie könnten auch eine Bedürfnispyramide darstellen. An erster Stelle braucht die Branche Geld… Geld, Geld, Geld!
Egal ob es aus Förderungen oder Verkäufen kommt. Die Lebensgrundlage muss vorhanden sein, ansonsten kann es kein Wachstum geben. Können wir nicht die Goldgruben namens „Browsergames“ nehmen und sie zur Förderung der echten Gamesbranche durch Steuergesetze zwingen?

 

Darum frage ich mit laienhafter Naivität…
Liebe Denker,
ihr solltet doch wissen, was an Videospielen so geil ist und warum der deutsche Markt hinterherhinkt? Helft doch einfach die Spiele innovativer zu machen? Dann kann man von der Branche und Staat auch mehr Forschungsgelder einfordern.