PLAY16 – Tag 1

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Logbuch des Caipt’n: Ulai, was ein Start…

Also erstmal vorab, wenn sich jetzt hier jemand über Fakten über das Event freut, muss ich die Person zum Artikel „PLAY16 – Tag 2“ weiterschicken. In meiner Vorbereitung auf das Event, hatte ich mir natürlich ein Bild der Veranstaltung gemacht aber wegen Gründen verlief der Start etwas holprig. Diesjähriges Motto des Events war „Let’s Get Physical – Game and Body„. Also habe ich erst vermutet es wird eine Wii U Veranstaltung (eher so „Meh…“) oder Augmented Theater Vorführungen (Was eigentlich ziemlich cool wäre!). Was ich aber letztendlich bekommen habe, waren sehr viele Ideen von kreativen und klugen Köpfen, die an Projekten arbeiten mit denen man Games ein Stück weit in die Mitte der Gesellschaft rücken könnte!
Nein, ich mache dieses Fass jetzt nicht auf

Einige Indie Game Trends waren natürlich auch dabei aber was mich viel mehr fesselte waren die unbekannten Perlen, die zwar den Spieltrieb in mir triggerten aber bei denen niemand sagen würde: „Das ist jetzt ein typisches Spiel“. Momentan fällt es mir noch schwer diese neue Faszination zu beschreiben, da man gewisse Dinge, besonders im Bereich VR oder Gamification, selbst erlebt haben muss. So wie Handy Spiele mittlerweile selbstverständlich geworden sind, wird mit etwas Glück eine komplett neue art des Konsums auf uns zukommen. Ich würde es mir wünschen und jeder, den Markt in Deutschland pushen will aber nicht vor Ort war, ist selbst schuld.

Jut. Von all dem gibt es jetzt erstmal nix zu lesen, denn… 

ich war noch nie in Hamburg und habe mich sehr auf den Trip gefreut. Anfang des Jahres wollte ich sogar schon einfach mal blind dort hinzuziehen. Um 01:00 Uhr nachts bin ich mit dem nach Hamburg gefahren, um mir rechtzeitig einen Eindruck von der Stadt zu machen. Immer wenn ich in eine neue Stadt fahre muss ich erst einmal die Wege und Verbindungen checken. Ich will den Weg von meiner Unterkunft zur Location wissen, bevor ich dort sein muss. Ich möchte wissen wo ich einkaufen kann, wo Geldautomaten sind… solche Dinge halt.

Normalerweise bin ich ein großer Fan von Fernbus Reisen aber diese Fahrt war echt ein Horror. Ich war wohl nicht der Einzige der sich dachte, dass es klug wäre bei einer sieben Stunden Fahrt den Nachtbus zu nehmen. Ich hatte den letzten Platz im ganzen Bus bekommen. Von frischer Luft keine Spur. Als ich die Lüftung anmachte, dachte ich eine Flugzeug Turbine gestartet zu haben und erntete jede Menge böse Blicke.

Is ja schon gut! Dann ersticken wir halt alle im Schlaf!


Naja, Schwamm trübba. Im Endeffekt kam ich ja doch noch ziemlich günstig in Hamburg an. Dann sollte ich mich auch nicht beschweren.

snapchat-8852887976967218046In Hamburg angekommen entdeckte ich direkt beim Busbahnhof auch schon die erste Location für das Festival. Eine große Fahne der PLAY16 hing am Museum für Kunst und Gewerbe. Rückblickend ist der Name des Museums auch die perfekte Beschreibung für das ganze Festival. Bei der Veranstaltung dachte ich sehr oft daran, dass gerade die exotischen Spielchen, die mit dem Körper gesteuert werden, sehr gut für die nicht spielende Öffentlichkeit vermarktet werden könnte. Soweit so gut. Damit fühlte ich mich schon mal ein bisschen save. Doch dann gingen die Strapazen direkt weiter. Zerstört und zerfleddert wie ich war, habe ich mich direkt auf den Weg zu meiner Unterkunft gemacht…

Aha, Google Maps funktioniert gerade nicht. Toll. Naja gut, erst einmal zum Ticket Schalter für eine Tageskarte. Was, warum will der Automat 22€?! Das Ticket, kostet doch nur 7€? Okay, nochmal von vorn… und nochmal und nochmal…

Drei Anläufe habe ich gebraucht, um mir das richtige Ticket zu holen. Hey, was soll ich sagen, Schlafmangel und Kaffee Entzug. Am Speicherplatz angekommen (dass ist ein lustiges Synonym für meine Unterkunft), war ich schon fix und fertig. Eigentlich wollte ich nur noch schnell das Ticket für die PLAY16 auf mein Handy laden. In meinem Posteingang ist mir dann aufgefallen, dass ich zwar ein Ticket bestellt habe aber die Überweisung noch gar nicht beendet hatte.
Ergo, kein Ticket!

Oh Boy. Ich überweise das Geld schnell online und zeige die Bestätigung des Auftrags dann beim Event oder bezahle in bar. Deswegen mache ich mir jetzt keine großen Sorgen.“ dachte ich mir.

Damit ich meine Überweisung machen kann, wird mir ein TAN-Code per SMS geschickt. Allerdings kam die nie bei mir an, obwohl ich mir sogar zwei mal einen Code habe zukommen lassen.

Okay, fuck it. Wir haben 11:00 Uhr Vormittags und ich bin jetzt schon fix und fertig. Ich leg mich erstmal ne Runde aufs Ohr. Ist ja noch Zeit bis zur Eröffnung der Veranstaltung“.

Aufgewacht bin ich dann erst um 18:00 Uhr. Ich habe noch einen schnellen Blick in das Programmheft geworfen und dabei festgestellt, dass die Eröffnung erst um 19:00 beginnt. Das Konzept der Veranstaltung wird vorgestellt und alle Verantwortlichen melden sich zu Wort, um die Themenfelder und Gründe der Veranstaltung abzustecken. Nun gut. Sowas kennt man von jeder Veranstaltung. Anschließend gibt es eine Vernissage und eine Band, die alte Game-Soundtracks mit Jazz Musik covert. Das hätte ich zwar schon gerne gesehen aber mein Unbehagen in Bezug auf das Neuland namens Hamburg ließ mir keine Ruhe. Also bin ich erst einmal in Richtung Hauptbahnhof gefahren und habe mir ein paar Lebensmittel für die Woche eingekauft. Morgen kann ich dann die PLAY16 ausgeruht, orientierungsfähig und gestärkt auf mich wirken lassen.

 

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