Relaunch für Spielhallen und Freizeitgestaltung dank Virtual Reality?

Virtual Reality wird langsam Realität. Das versteht auch jeder, der nicht sonderlich viel mit dem Internet am Hut hat. Aus diesem Grund schießen momentan immer mehr Virtual-Hardware Projekte aus dem Boden. VR-Erlebnisse sollen schließlich perfekt werden. Die meisten Projekte sind allerdings niemals für den Hausgebrauch geeignet. Kommen im Zuge der neuen Simulationsmöglichkeiten etwa auch wieder Spielehallen zum Vorschein? Welche Freizeitbeschäftigungen könnten von Mixed-Reality zusätzlich beeinflusst werden?

Als ich mir gerade die Zeit damit vertrieben habe das Netz nach News über Virtual Reality zu durchstöbern, sind mir die ständig irgendwelche Laufbänder, Plastikgewehre oder sonstige „Spielstationen“ unter gekommen. Letzteres sieht eher aus wie eine Sexschaukeln oder Nasa-Übungssitze für Astronauten.

Wer kauft sich denn sowas?

Und als ich mich ein bisschen verstört durch den Dschungel von Präsentationsvideos klickte. Wenn man bedenkt, dass es momentan mehr Demos als Spiele für Virtual Reality und Augmented Reality gibt. Achterbahnfahrten, Flugsimulationen, Autorennen und andere Adrenalin-Actions machen bestimmt spaß, wenn der Stuhl sich synchron zum Spiel bewegt aber seien wir mal ehrlich. Sowas macht uns zwei- dreimal Spaß und dann würden wir es nie wieder benutzen.

Es ist wie bei Kindern und Spielzeug. Die Verpackung und Werbespots begeistern und man MUSS dieses Dingsda unbedingt haben! Nach zwei Wochen würdigt man dem Gerät nicht mal mehr einen Blick. Dann doch lieber wieder mit Brille und Controller auf die gemütliche Couch.

 


 

Was wäre wenn diese Geräte überhaupt nicht für das Wohnzimmer oder Kinderzimmer entworfen werden? Erlebnisse machen ohnehin in einer Gruppe viel mehr Spaß. Stellt euch mal Virtual- und Augmented Reality in allen Freizeitbeschäftigungen vor? Alles hätte einen Hauch von alten Spielehallen, in denen früher Arcade Games gezockt wurden.

Leider bin ich etwas zu jung, um diesen Trend miterlebt zu haben. Doch diese großen Hardware Features wären doch eine ideale Sache, um dieses Feeling vom gemeinsamen zocken wieder aufleben zu lassen? Eine Schnittstelle und Treffpunkt, um beide Welten zu vereinen.

Laser Tag, Kletterhallen, Trampolin-Funparks, Golfplätze. All diese Freizeitgestaltungen könnten ihr eigenes Konzept durch Virtual Reality oder Augmented Reality revolutionieren.

Wem würde es denn nicht gefallen Lasertag mit Freunden oder Arbeitskollegen zu zocken und dabei in einem Battlefield, Tron oder Quake3 Setting herum zu rennen?

Nun, zugegeben. Ich hätte keine Lust möglichst genaue Kriegsszenarien zu spielen. Für mich wäre eine Doom-Splatter Version unterhaltsamer, weil sie mir zwar Adrenalin durch die Adern jagen würde aber trotzdem weit genug von der Realität weg ist.

Ubisoft plant bereits seinen eigenen Freizeitpark. Die Themen für die Attraktionen sind dabei natürlich ihre Spiele. Könnten neben klassischen Fahrgeschäften vielleicht einige Virtual Reality Features darin enthalten sein? Sonderlich viel konnte ich bis dato leider noch nicht zu diesem Projekt finden.

 

Ein Freizeitpark mit Far Cry, Might and Magic und Assassin`s Creed Karusells? Kann man machen. Quelle: gentside.de
Ein Freizeitpark mit Far Cry, Might and Magic und Assassin`s Creed Karusells? Kann man machen.
Quelle: gentside.de

Wer wäre besser für eine Rückkehr der alten Spielehallen geeignet als ein Spiele Entwickler? Gerade im Siegeszug von VR und AR. Heutzutage bewerben Entwickler ihre Spiele auf allen möglichen Varianten.

Blizzard macht einen hochqualitativen Kino Blockbuster über World of Warcraft. The Witcher wurde von einem Buch, zu einer Spielereihe, was den Anstoß für weitere Bücher gab (Und derzeit wird ebenfalls an einem Film gearbeitet).

 


 

Diese Idee einmal weiter gesponnen, könnte sogar die „Erlebnis Gastronomie“ auf ein komplett neues Level gehoben werden…

„Ein Café, indem ich mir mit Freunden eine dieser Möchtegern coolen Brillen aufsetzte? Ne danke!“ Aber denken wir mal daran, wie zu Beginn der Internet Cafés jeder behauptete: „Sowas läuft nicht! Die Menschen sitzen hier, um miteinander zu reden. Nicht um auf ihren Bildschirm zu starren.“ Wie wäre es denn, wenn du mit deinem Freund oder deiner Freundin dich auf ein Käffchen triffst aber ihr bestimmt die Location?

Dein Bekannter möchte dir die neuen Urlaubsbilder zeigen? Kein Problem. Im VR-Café werden Bilder und Videos hochgeladen. Zack, du bist mitten drin!

… also zumindest in meinem Kopf geht das so einfach.

Oder aber eure Lieblingsbar langweilt euch? Ihr braucht mal einen Tapetenwechsel aber euer Freundeskreis ist schon ziemlich gut mit dem Chef und dem Personal befreundet? Kein Thema. Mit einer VR-Brille könnt ihr euch ein Theme aussuchen.

Großstadt Ausblick auf einem Wolkenkrater in New York?
Kein Problem.
Ländliches Bauernhaus mit einer alten Mühle am Fluss?
Kein Problem.
Livecams gibt es doch jetzt schon in so gut wie jeder Stadt.

Mit solchen Gedankengängen beschäftige ich mich ziemlich gerne. Einerseits bin ich begeistert von den Möglichkeiten, die durch diese Technologien entstehen können. Im nächsten Moment mache ich mir darüber sorgen. Wir könnten alle enden, wie die dicken, verblödeten Fettis in „Wallee – Der Letzte räumt die Erde auf“. Die Gesellschaftskritik in diesem Film ist schon recht zutreffend. Vor allem ist diese Zukunft gar nicht mal so weit weg!

 

Unsere Zukunft? Ach, warum denn nicht. Quelle:hubspot.net
Unsere Zukunft? Ach, warum denn nicht.
Quelle:hubspot.net

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