games förderung deutschland

Games Förderung in Deutschland

Der Weg eines Indie Entwicklers kann lang und dreckig sein. Viele Developer erkennen erst zu spät, dass sie sich schlichtweg mit ihrem Projekt übernommen haben. Ich habe viele Stories von Entwicklern gehört, wo es am fehlenden Geld oder unterschätzen Know-How von Entwicklungsabläufen gescheitert ist. Eine Förderung ist zwar mit Verpflichtungen verbunden aber kann auch gleichzeitig eine helfende Hand sein. 

Dieser Artikel konzentriert sich auf Förderungen, die Medienprojekten gegenüber wohlgesonnen eingerichtet sind. Die Anlaufstellen aus diesem Beitrag bieten beispielsweise faire Methoden der Rückzahlung an. Außerdem begleiten sie ihre Schützlinge bei der Unternehmensgründung und vernetzen sie mit der regionalen Branche.

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Gamesweek2016

Games Week Berlin – Ein Wegweiser in alle Richtungen

Die International Games Week Berlin (dieses Jahr vom 18. – 24. April) ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Game-Events aus den Bereichen Industrie, Medien und Kultur. Das Event selbst bezeichnet sich als „Branchenübergreifende Kommunikationsplattform“.

Wahrscheinlich könnte ich mir den Post auch sparen, da die Veranstaltung genauso bekannt ist, wie die Gamescom.

Auf der Games Week Berlin finden folgende Veranstaltungen statt:

  • Quo Vadis
  • Making Games Talends
  • AMAZE
  • Gamefest – Computerspielemuseum
  • Game <3 Cinema
  • WOMENIZE
  • Researching Games
  • Matchmaking Dinner
  • VR & Games Investment Booster

 

Wie man anhand der Veranstaltungen schon sehen kann, ist die GW doch eher etwas für Leute vom Fach. Major- und Indie-Studios kommen zusammen (Quo Vadis/AMAZE). Sponsoren treffen auf Projekte (Investment Booster). Die Forschung regt zum Austausch mit der Community an (Games Research). Die Kultur erinnert an vergangene Zeiten (Gamefest).

 


 

Allerdings bietet diese Woche auch Bewerbern die Möglichkeit, sich persönlich bei Unternehmen vorzustellen. Hauptsächlich natürlich bei der Veranstaltung Making Games Talends aber hey…

Auch außerhalb der MGT laufen andauernd Leute herum, die direkt aus der Branche sind! Auf die Sponsoren und Partner der Veranstaltungen sollte man auch ein Auge werfen.

Egal welches Anliegen du hast, dort wird dir die Möglichkeit geboten jemand gleichgesinnten zu treffen. Manchmal muss man sich einfach nur ins Getümmel schmeißen und es eröffnen sich viele neue Möglichkeiten. Optionen an die du bisher überhaupt nicht gedacht hättest!

Deshalb ist die International Games Week ein ganz besonderes Schmankerl in der Szene. Sie eröffnet Wege in alle Richtungen. Leicht zu erkennen. Gepflastert. Mit Wegweisern versehen.

Die offizielle Seite mit genaueren Infos gibt es HIER.

Being Indie

„Being Indie“ eine Kurzdoku über deutsche Indie-Entwickler

Auf Twitter bin ich heute durch Gunnar Lott (wer ihn nicht kennt, googlen. Sofort!) auf ein kurzes aber schönes Stück Bewegbild der deutschen Spielekultur gestoßen. Die Kurzdoku „Being Indie“ ist ein Einblick in die Welt der deutschen Indie-Entwickler. Als Vorzeige Entwickler wurden Deadalic Studio West, Piranha Bytes, Studio Fizbin und Deck13 heran gezogen. Wie sieht es bei einem Indie-Entwickler zuhause aus? Lauscht gespannt ihren Meinungen über den Überlebenskampf in der Gamesbranche, ihre eigene Definition als Indie-Entwickler UND das heikle Thema „Publisher“.

Direkt am Anfang der Dokumentation bekommen wir das Studio der Piranha Bytes zu sehen. Ich wurde direkt entzaubert. Ihr Büro ist ein gemütliches Einfamilienhaus. Vorstadtidylle statt Großraumbüro. Ich dachte immer, dass die PB mitlehrweile in cleanen Büroräumen untergebracht sind.

Allein die Bildsprache der Doku klärt schon sehr gut über deutsche Indie-Entwickler auf.

 


 

Natürlich zeigt das Video die romantische Erfolgsgeschichte von unabhängigen Entwickler Teams. Es wird auch nicht wirklich über die Ups and Downs der Studios geredet. Trotzdem dient es der Aufklärung und das ist der springende Punkt bei der Sache.

Man könnte die Indie-Branche im Prinzip auch mit einer Gladiatoren Arena vergleichen. Geprägt von einer gewaltigen Masse von Entwicklern, schaffen es die meisten halt nicht zu bestehen. Geschweige denn einen nachhaltigen zu Lebensstandard auf die Beine zu stellen.
Wenn man aber überhaupt nicht erst anfängt seine Träume zu verfolgen, dann wäre unsere Welt ein ziemlich langweiliger Ort.

Andreas Suika (Deadalic Studios West) sagt in der Dokumentation etwas sehr treffendes zu seinem Bezug zu Games.
Spiele machen, wäre damals für ihn genauso gewesen, wie wenn man davon Träumt nach Hollywood zu gehen. Eigentlich ist es keine richtige Option.

Nun ist er eben Chef eines Spieleentwickler Studios.

Dies ist einer der Gründe warum ich einen Blog gestartet habe. In der Hoffnung, dass der ein oder andere Zocker vielleicht anfängt sich zu informieren. Denn seien wir mal ehrlich. Es gibt sehr viele Menschen, die ihre Berufung suchen. Die Gamesbranche bietet sehr viele Möglichkeiten sich kreativ auszulassen. Leider sehen viele nicht den Arbeitsmarkt hinter den Spielen.

Die Gamesbranche ist nicht Hollywood! Es ist nicht utopisch sich hier seinen Platz zu verschaffen. Okay, genug der Rocky Motivationsreden geschwungen. Back to Business…

 


Unter anderem wird über die eigene Definition gesprochen. Was genau macht denn jetzt einen „Indie“ Entwickler aus? Ist er kein cooler unabhängiger Entwickler mehr, wenn ein großer Publisher mit einer Idee an einen heran tritt und sagt: „Ey, wir haben da diese Idee. Setzt das doch mal um“.
Nutzt ein kleiner Entwickler für sein Game die Marketing Stärke eines Publishers, ist er direkt verpönt?

Mir kam es so vor, als ob die interviewten Herren das Bedürfnis hatten, sich für die Kooperation mit Publishern zu rechtfertigen. Allein weil dies ein ewiges Thema in der Szene ist.

Hier, jetzt mal ganz ehrlich… diese Diskussion ist doch sowas von dumm und unnötig! Wenn das Spiel im Endeffekt einfach gut ist, ist es mir doch vollkommen egal, wie es zustande gekommen ist. Hauptsache es unterhält mich oder bietet mir etwas Neues.

Das Thema des unabhängigen Indie-Künstler ist (nicht nur in der Gamesbranche) von unserer ekelhaften Neidgesellschaft durchzogen.

Dieses Thema kotzt mich auch in der Musikbranche tierisch an. Es existieren dermaßen viele Bands und Musiker, die mehr an ihren Ruf als Künstler denken und sich total in „ihrer Kunst“ verlieren. Anstatt einfach mal nen guten Song heraus zu bringen.

Diese Leute sind nicht im Gedanken bei der Musik, sondern bei ihrer dummen-, Weichei geprägten Berlin-Mitte Einstellung. Weil die anderen Künstler-Kumpels ihnen sonst sell out vorwerfen.

Fuck it… zurück zum Thema.

Andreas Suika von Daedalic fasst es nochmal gut zusammen:

„Ich halte mich zu der Diskussion gerade heraus, weil die mir zu hitzig ist. Ich glaube das ist auch gar nicht wichtig. Ich glaube in Deutschland ist es momentan eher mal wichtiger, dass wir gute Spiele herausbringen, statt die Diskussion zu führen wer jetzt Indie ist und wer nicht.“

 


 

Alles in Allem haben sich diese 15min doch schon sehr gelohnt. Ich habe mir noch keine Kommentare oder sonstiges Medienecho dazu durchgelesen. Wenn meine Meinung streitbar ist, lese ich mir auch gerne andere Sichtweisen auf Twitter, Facebook oder sonstwo durch.

 

Eldergames Mixed Reality 02

Relaunch für Spielhallen und Freizeitgestaltung dank Virtual Reality?

Virtual Reality wird langsam Realität. Das versteht auch jeder, der nicht sonderlich viel mit dem Internet am Hut hat. Aus diesem Grund schießen momentan immer mehr Virtual-Hardware Projekte aus dem Boden. VR-Erlebnisse sollen schließlich perfekt werden. Die meisten Projekte sind allerdings niemals für den Hausgebrauch geeignet. Kommen im Zuge der neuen Simulationsmöglichkeiten etwa auch wieder Spielehallen zum Vorschein? Welche Freizeitbeschäftigungen könnten von Mixed-Reality zusätzlich beeinflusst werden?

Als ich mir gerade die Zeit damit vertrieben habe das Netz nach News über Virtual Reality zu durchstöbern, sind mir die ständig irgendwelche Laufbänder, Plastikgewehre oder sonstige „Spielstationen“ unter gekommen. Letzteres sieht eher aus wie eine Sexschaukeln oder Nasa-Übungssitze für Astronauten.

Wer kauft sich denn sowas?

Und als ich mich ein bisschen verstört durch den Dschungel von Präsentationsvideos klickte. Wenn man bedenkt, dass es momentan mehr Demos als Spiele für Virtual Reality und Augmented Reality gibt. Achterbahnfahrten, Flugsimulationen, Autorennen und andere Adrenalin-Actions machen bestimmt spaß, wenn der Stuhl sich synchron zum Spiel bewegt aber seien wir mal ehrlich. Sowas macht uns zwei- dreimal Spaß und dann würden wir es nie wieder benutzen.

Es ist wie bei Kindern und Spielzeug. Die Verpackung und Werbespots begeistern und man MUSS dieses Dingsda unbedingt haben! Nach zwei Wochen würdigt man dem Gerät nicht mal mehr einen Blick. Dann doch lieber wieder mit Brille und Controller auf die gemütliche Couch.

 


 

Was wäre wenn diese Geräte überhaupt nicht für das Wohnzimmer oder Kinderzimmer entworfen werden? Erlebnisse machen ohnehin in einer Gruppe viel mehr Spaß. Stellt euch mal Virtual- und Augmented Reality in allen Freizeitbeschäftigungen vor? Alles hätte einen Hauch von alten Spielehallen, in denen früher Arcade Games gezockt wurden.

Leider bin ich etwas zu jung, um diesen Trend miterlebt zu haben. Doch diese großen Hardware Features wären doch eine ideale Sache, um dieses Feeling vom gemeinsamen zocken wieder aufleben zu lassen? Eine Schnittstelle und Treffpunkt, um beide Welten zu vereinen.

Laser Tag, Kletterhallen, Trampolin-Funparks, Golfplätze. All diese Freizeitgestaltungen könnten ihr eigenes Konzept durch Virtual Reality oder Augmented Reality revolutionieren.

Wem würde es denn nicht gefallen Lasertag mit Freunden oder Arbeitskollegen zu zocken und dabei in einem Battlefield, Tron oder Quake3 Setting herum zu rennen?

Nun, zugegeben. Ich hätte keine Lust möglichst genaue Kriegsszenarien zu spielen. Für mich wäre eine Doom-Splatter Version unterhaltsamer, weil sie mir zwar Adrenalin durch die Adern jagen würde aber trotzdem weit genug von der Realität weg ist.

Ubisoft plant bereits seinen eigenen Freizeitpark. Die Themen für die Attraktionen sind dabei natürlich ihre Spiele. Könnten neben klassischen Fahrgeschäften vielleicht einige Virtual Reality Features darin enthalten sein? Sonderlich viel konnte ich bis dato leider noch nicht zu diesem Projekt finden.

 

Ein Freizeitpark mit Far Cry, Might and Magic und Assassin`s Creed Karusells? Kann man machen. Quelle: gentside.de
Ein Freizeitpark mit Far Cry, Might and Magic und Assassin`s Creed Karusells? Kann man machen.
Quelle: gentside.de

Wer wäre besser für eine Rückkehr der alten Spielehallen geeignet als ein Spiele Entwickler? Gerade im Siegeszug von VR und AR. Heutzutage bewerben Entwickler ihre Spiele auf allen möglichen Varianten.

Blizzard macht einen hochqualitativen Kino Blockbuster über World of Warcraft. The Witcher wurde von einem Buch, zu einer Spielereihe, was den Anstoß für weitere Bücher gab (Und derzeit wird ebenfalls an einem Film gearbeitet).

 


 

Diese Idee einmal weiter gesponnen, könnte sogar die „Erlebnis Gastronomie“ auf ein komplett neues Level gehoben werden…

„Ein Café, indem ich mir mit Freunden eine dieser Möchtegern coolen Brillen aufsetzte? Ne danke!“ Aber denken wir mal daran, wie zu Beginn der Internet Cafés jeder behauptete: „Sowas läuft nicht! Die Menschen sitzen hier, um miteinander zu reden. Nicht um auf ihren Bildschirm zu starren.“ Wie wäre es denn, wenn du mit deinem Freund oder deiner Freundin dich auf ein Käffchen triffst aber ihr bestimmt die Location?

Dein Bekannter möchte dir die neuen Urlaubsbilder zeigen? Kein Problem. Im VR-Café werden Bilder und Videos hochgeladen. Zack, du bist mitten drin!

… also zumindest in meinem Kopf geht das so einfach.

Oder aber eure Lieblingsbar langweilt euch? Ihr braucht mal einen Tapetenwechsel aber euer Freundeskreis ist schon ziemlich gut mit dem Chef und dem Personal befreundet? Kein Thema. Mit einer VR-Brille könnt ihr euch ein Theme aussuchen.

Großstadt Ausblick auf einem Wolkenkrater in New York?
Kein Problem.
Ländliches Bauernhaus mit einer alten Mühle am Fluss?
Kein Problem.
Livecams gibt es doch jetzt schon in so gut wie jeder Stadt.

Mit solchen Gedankengängen beschäftige ich mich ziemlich gerne. Einerseits bin ich begeistert von den Möglichkeiten, die durch diese Technologien entstehen können. Im nächsten Moment mache ich mir darüber sorgen. Wir könnten alle enden, wie die dicken, verblödeten Fettis in „Wallee – Der Letzte räumt die Erde auf“. Die Gesellschaftskritik in diesem Film ist schon recht zutreffend. Vor allem ist diese Zukunft gar nicht mal so weit weg!

 

Unsere Zukunft? Ach, warum denn nicht. Quelle:hubspot.net
Unsere Zukunft? Ach, warum denn nicht.
Quelle:hubspot.net

OS Profil

Otter Space – „Ich mag die Otten!“

Lange ist es her, dass ich euch einen AppSnack vorgeschlagen habe. Ich muss zugeben, dass ich mich auch derzeit kaum mit Apps auseinander setze. Trotzdem würde ich gerne ab und zu ein paar App Empfehlungen raus hauen. Deswegen habe ich die Kategorie AppSnack jetzt mit etwas Verbunden, dass mir auch sehr wichtig ist. Studenten- oder Einsteigerprojekte. „Otter Space“ nennt sich die App. Es ist das Erstlingswerk einer Studentengruppe aus Köln.

Ich bin immer wieder erstaunt, was Studenten während ihres Studiums auf die Beine stellen können.

Dabei ist es mir egal, ob sie ein gut aussehendes Spiel fertig stellen, etwas das Spaß macht oder einfach einen Spielelement aus einem Genre nehmen und es auf raffinierte weiße neu interpretieren. Jedes Studentenprojekt, was ich bisher sehen konnte, lies mich eine innerliche Verbeugung machen.

Natürlich bin ich leicht zu beeindrucken da ich absolut keine Ahnung von dem Arbeitsalltag eines Spieleentwicklers habe und mir nur ungefähr vorstellen kann, was alles dazu gehört die Idee eines Spiels, bis zu einem fertigen Projekt, in die Tat umsetzen.

Ideen hat jeder aber wer seine eigene Zeichnung auch baut, verdient Lob.


 

So, wie auch die Studentengruppe hinter der App Otter Space. Otter/Outer Space… versteht ihr?! …smart! Das Grüppchen von rund 15 Leuten hat für ihr Studium eine App gebastelt, indem ihr in 3 Versuche bekommt, so viele kleine Minispiele wie möglich zu bestehen. Habt ihr eure 3 Leben verspielt, wird ein Highscore berechnet. So simple wie es klingt, so gut ist es auch.

Wer das Spiel Wario Ware gespielt hat, wird das Prinzip schon kennen. Mit dem Unterschied, dass Wario Ware einfach nur hektisch und aggressiv macht.

OS Gameplay 3In einem Durchlauf von verschiedenen, bekannten Spielen, wie zum Beispiel eine Version des „Hau den Lukas“ mit Aliens und dem Otter oder in einer Angry Birds Version, begleitet ihr das Tierchen durch verschiedene Level. Dabei werden die einzelnen Spiele immer schneller und somit schwerer zu bestehen.

Die Level werden random vom Spiel selbst ausgesucht. Ihr könnt euch also nicht selbst auf ein bestimmtes Minigame konzentrieren und dieses meistern. Um einen möglichst hohen Highscore zu sammeln, müsst ihr in allen Games gut werden.

OS Gameplay 2Und obwohl das Spielprinzip einen eigentlich dazu veranlasst, sein Handy gegen die Wand zu werfen, wandelt die SouthPark ähnliche Grafik, der Soundtrack und der Otter an sich, die hektischen Vibes während des Spielens in positive Energie, ohne dabei albern zu werden.

Der Soundtrack zum Game ist zwar ein richtiger Ohrwurm und steuert auch sehr gut die Stimmung während des zockens, allerdings sollte an dieser Stelle mehr Abwechslung hinzugefügt werden.


Alles in Allem ein sehr spaßiges Spiel für Zwischendurch. Mit Zwischendurch meine ich diese Momente, in denen ihr zum 1000x eure WhatsApp oder Facebook App checkt, obwohl ihr genau wisst, dass sich in den letzten 2 Sekunden wahrscheinlich nicht so viel getan haben kann. Spielt stattdessen einfach mal kurz eine Runde Otter Space. Momentan befindet sich Otter Space noch in einer Betaphase (siehe auch das Erstellungsdatum meines Artikels). In Zukunft soll man mit Freunden eine Bestenliste führen können. Wahrscheinlich wird auch die Musik etwas Abwechslungsreicher gestaltet werden oder mehr Minigames hinzugefügt usw. Man kann also immer wieder mal nach einem Update anzocken.

 

Den Playstore Link findet ihr hier: OtterSpace

Quelle: IT-Times.de

BIU und Making Games bieten online Unterstützung für StartUps

Hier bin ich auf eine interessante Sache gestoßen, meine Damen und Herren… Der BIU und sein Partner das „Making Games“ Magazin bieten ein Webinar für Projektförderung an.

Wenn ihr ein Projekt realisieren möchtet aber keine Ahnung habt, wie man einen Businessplan erstellt oder generell vor der Gründung eines StartUps steht, solltet ihr euch diesen Workshop mal reinziehen.

 Für 20€ erklärt euch Kamil Barbarski (Geschäftsführer von MAK3it und Unternehmensberater) wie man digitale Geschäftsmodelle vernünftig presentiert.

 Es gibt da nämlich ein Tool, welches sich „Businessmodel Canvas“ nennt und eine bewährte Vorlage sein soll. Das Webinar soll die ersten Schritte mit diesem Tool erklären.


 

 Ich unterstelle dem BIU nur die besten Absichten für die Förderung der Gamesbranche in Deutschland. Deswegen glaube ich kaum, dass dieser Workshop eine Inhaltslose Abzocke ist, um ein Geschäftsmodell zu verkaufen. Möglich ist es natürlich aber ich glaube jeder angehende Gründer wird dort etwas nützliches für sein Projekt herausziehen können.

 

Außerdem, 20 Tacken… come on!

 

Hier geht es zur Anmeldung des Webinars

 
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Die Games&Ausbildung Fachkonferenz 2015 – Eindrücke, Themen, Probleme und Fazit

Am 16.12.2015 fand in Köln zum ersten Mal die Games&Ausbildung statt. Der Name war dabei Programm. Professoren, Studenten und Menschen aus der Szene sollten hier die Möglichkeit bekommen sich über Ausbildung innerhalb der Gamesbranche zu informieren, Erfahrungen auszutauschen und miteinander netzwerken. Die Idee hinter dieser Veranstaltung gefiel mir sehr gut, deswegen habe ich mich auf den Weg nach Kölle gemacht und mir angesehen, was dabei herum kam.

 

Tag der offenen Türen in der Gamesbranche…


Da dieser Blog hier sich selbst auch die Aufgabe gegeben hat eine Informationsquelle für Laien außerhalb der Gamesbranche zu sein, passt diese Konferenz natürlich perfekt hier her. Wenn ihr momentan sowieso überlegt, ein Studium für Games anzufangen, dann gibt es hier einen ausführlichen Eindruck von mir. Für alle anderen ist es hoffentlich auch informativ.

Die Veranstalter Aruba Events haben (meiner Meinung nach) etwas sehr wichtiges ins Leben gerufen. Ich glaube das Motto „Tag der offenen Türen“ beschreibt die Veranstaltung am besten. Wenn ihr euch gerne über verschiedene Ausbildungsformen oder Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland informieren möchtet, dann ist dieses Event genau die richtige Anlaufstelle.

Vor Ort waren jede menge Vertreter von privaten und staatlichen Fachhochschulen oder Universitäten. Verschiedene Berufsbilder und Studiengänge wurden erläutert. Im Publikum saßen auch einige Berufstätige aus der Branche, dadurch konnte gemeinsam besprochen werden, inwieweit eine Ausbildung und die erwartete Job Qualifikation in der Realität zusammen passen. 

Quelle: Uwe Konrad, Aruba Events

Als ich mich während den Vorträgen und Gesprächen umgesehen habe, sind mir viele junge Menschen aufgefallen, die wahrscheinlich sehr damit beschäftigt waren, ihre Vorstellungen mit dem gesagten zu vergleichen.
Generell hatte ich das Gefühl, dass Game-Studenten sich viel mehr für ihr Studium interessieren und engagieren als Max Mustermann, der sich in BWL eingeschrieben hat, weil er nicht wusste was er studieren soll.

 


 

Mentoren unter sich – Forschung oder Handwerk?


Allerdings war die Konferenz nicht nur eine reine Informationsveranstaltung für Teenies. Die bereits oben erwähnten Professoren und Ausbilder tauschten sich auch über ihren eigenen Status Quo aus. Mir war bis dahin nicht bewusst, dass es scheinbar einen kleinen Krieg zwischen der theoretischen Wissenschaft und den Praxis orientierten Unternehmen gibt.
Eines ist dabei sehr deutlich geworden. Die Spieleindustrie in Deutschland steckt voller Motivation und Tatendrang, in allen Gebieten. Sie ist allerdings sehr, sehr jung und anscheinend zu unbedeutend (Umsatzschwach) für Politik und wirtschaftliche Förderungen.

Den Unterschied, der beiden Parteien möchte ich an dieser Stelle unbedingt erläutern, denn auch Studenten sollten vor dem Studium den Unterschied zwischen Forschungs- und Handwerksstudiengänge wissen:

Wählt ihr ein Studium der Forschung, werdet ihr euch wissenschaftlich mit dem Medium „Videospiele“ beschäftigen

Warum und wie lösen Videospiele Emotionen bei uns aus?
Welche Spielmechaniken gibt und gab es?
Wie entwickelt man neue Spielmechaniken, damit z.B. neue Genres entstehen oder bestehende Arten von Spielen besser funktionieren?
Was sind die neusten Entwicklungen der neuen Medien (z.B. Virtual Reality)?
Wie reagiert die Gesellschaft auf das Medium?

In den „Handwerksstudiengängen“ hingegen lernt ihr Spiele zu produzieren oder wie man die Projekte realisiert.

Wie programmiere ich Spielmechaniken oder Abläufe in Spielen?
Wie kommen die Texturen auf meine Spielfigur?
Wie gestalte ich ein Level für mein Spiel?
Wie mache ich damit Profit?!

Diese Differenzierung ist natürlich aus meinem eigenen Verständnis der Vorträge entnommen. Wenn sich jetzt ein Student oder Professor die Hand vor den Kopf schlägt, hinterlasst mir doch bitte eure Sichtweise in den Kommentaren.

 


 

Prof. Dr. Gundolf Freyermuth hat zum Auftakt der Konferenz drei Kriterien genannt, die eine Branche erfüllen muss, um in der Politik (bzw. der Gesellschaft) Anerkennung zu finden:

  1. Die Branche sollte eine Wirtschaftliche Relevanz haben.
  2. Es sollten Kulturelle Ereignisse stattfinden (dies wären z.B. Konferenzen und Preisverleihungen).
  3. Studiengänge müssen etabliert werden.
Quelle: Uwe Konrad, Aruba Events

Die Definition von: „Games in der Mitte der Gesellschaft„, klingt unter diesen Kriterien recht einleuchtend für mich. In Deutschland existieren mittlerweile alle Voraussetzungen, allerdings muss jeder Aspekt expandieren und wachsen. Damit der deutsche Markt sich im globalen Wettstreit behaupten kann, bedarf es mehr Individualität und Expertise.
Deutschland ist bekannt für sein Faible an Strategiespielen, Browsergames und der Cryengine. Warum arbeitet die Forschung also nicht Hand in Hand mit den Unternehmen zusammen, um beispielsweise diese drei Stärken unseres Marktes weiter auszubauen? Studenten brauchen immer Jobs also lasst sie Erfahrungen sammeln. Arbeitsprozesse innerhalb der Spieleentwicklung können bestimmt in Projektarbeiten ausgelagert werden?

 


 

Fazit: Brüder und Schwestern im Geiste

Da ich selbst erst anfange mich mit der Spielebranche auseinander zu setzen, bin ich sehr erstaunt wie persönlich der Umgang miteinander ist. Mir kommt es nicht vor wie eine Industrie oder eine Berufswelt, sondern viel eher wie ein Zusammentreffen von Gleichgesinnten. Alle wollen an einem Strang ziehen und sind dazu auch noch sehr kontaktfreudig. Man ist direkt mit allen Gesprächspartnern per Du und hat Interesse für die Anliegen der Anderen. Ich vermute mal es liegt auch an der Jugend der Szene. Genau JETZT in den vergangenen- sowie in den kommen paar Jahren, etablieren diese Menschen eine kulturelle und finanziell relevante Branche.

Fehlende Kommunikation von Arbeitgebern zu Ausbildern
Das Feedback und die Zusammenarbeit vom Arbeitsmarkt zu den Ausbildungsstätten könnte meiner Meinung nach etwas optimiert werden. Warum holen sich Unternehmen nicht ein paar Studenten als billige Arbeitskraft, wenn es schon nicht gut mit der Finanzierung aussieht?
Stattdessen beschweren sich einige Entwicklerstudios, dass Absolventen ihr Handwerk nicht gut genug beherrschen. Die jungen Hüpfer sind doch froh, wenn sie Kontakte und Erfahrungen sammeln können. Dann arbeitet doch mit an ihren Fähigkeiten?

Forschung oder Handwerk?
Ja, in vielerlei Hinsicht steckt die deutsche Gamesbranche noch in ihren Kinderschuhen aber genauso, wie man das Wachstum eines Kindes nicht verhindern kann, wird auch die Entwicklung dieses Mediums nicht zu stoppen sein. Mit Sturm und Drang versuchen Denker und Macher sich zu behaupten.

So kam es mir zumindest vor…

Dabei legen alle Beteiligten mehr Wert darauf ihren Standpunkt klar zu machen, als nach Überschneidungen und Kompromissen zu suchen. Ich finde die Kriterien für kulturelle Akzeptanz von Prof. Dr. Gundolf Freyermuth sollten zwar gefördert werden, allerdings mit einer chronologischen Priorität.
Sie könnten auch eine Bedürfnispyramide darstellen. An erster Stelle braucht die Branche Geld… Geld, Geld, Geld!
Egal ob es aus Förderungen oder Verkäufen kommt. Die Lebensgrundlage muss vorhanden sein, ansonsten kann es kein Wachstum geben. Können wir nicht die Goldgruben namens „Browsergames“ nehmen und sie zur Förderung der echten Gamesbranche durch Steuergesetze zwingen?

 

Darum frage ich mit laienhafter Naivität…
Liebe Denker,
ihr solltet doch wissen, was an Videospielen so geil ist und warum der deutsche Markt hinterherhinkt? Helft doch einfach die Spiele innovativer zu machen? Dann kann man von der Branche und Staat auch mehr Forschungsgelder einfordern.