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Blogprojekt #52Games – Spiele im Spiel

Diese Woche ist das Thema bei #52Games „Spiele im Spiel“. Eigentlich würde ich dazu gerne mehr als einen Artikel schreiben. Ein Minigame in einem Spiel zu implementieren kann viele Gründe haben. Aus wirtschaftlicher Sicht gesehen, können Entwickler beispielsweise ihr Spiel als Werbefläche nutzen und andere Spiele darin einbauen.

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Blogprojekt #52 Games – Urlaubsstimmung

Endlich wieder schreiben! Nachdem ich die letzten Wochen beim Gemeinschaftsprojekt #52Games von Zockwork Orange nicht teilgenommen hatte, bin ich jetzt zu Beginn des neuen Jahres wieder mit dabei. Das Thema ist diesmal „Urlaub“. Sehr passend, denn ich komme gerade aus dem Urlaub. Ein bestimmtes Spiel kann ich allerdings nicht mit Urlaub in Verbindung bringen. Es ist eher eine „Urlaub-Collection“ an Spielen.

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PLAY16 – Tag 2

Wie die Zeit verrennt, wenn man Spaß am Spiel hat.

Mein zweiter Tag in Hamburg und mein erster auf der PLAY16. Ausgeschlafen und so frisch ich nur sein kann, habe ich mich am Donnerstag Vormittag auf den Weg zur Hauptveranstaltung gemacht. Mit nem Kaffee und einem Brötchen im Anschlag habe ich mich allerdings erst einmal eine Stunde lang verlaufen.

Ist aber überhaupt kein Ding. Ich habe alle Zeit der Welt und schaue mir auch gerne die Gegend an„.

Relativ dumm war es trotzdem. Alle drei Festival Locations sind maximal zehn Minuten vom Bahnhof entfernt. Als ich dann letztendlich doch die Festival Zentrale fand, konnte ich ohne Probleme das bestellte Ticket auch einfach in Bar bezahlen (Siehe auch: Meine Schusseligkeit an Tag 1).


Die Ausstellung im Kunsthaus Hamburg


Nachdem ich an der Rezeption mein Bändchen abgeholt hatte musste ich natürlich erst noch „schnell“ ein Bild für Instagram machen… und Hashtags suchen… und auf Twitter teilen. Ein wenig später ist mir dann aufgefallen, dass ich wie ein Depp minutenlang in der Eingangstür stand, die Jacke zwischen meine Beine geklemmt und auf mein Handy geschaut habe. Aber hey, alles für die Klicks!
Zuerst bin ich einfach ein bisschen herumgeschlendert und habe mir alles angesehen. Gleich am Eingang fiel einem besonders das große Zelt auf, indem ein Game Design Workshop stattfand. Es war ein bisschen wie, wenn man Tiere im Zoo beobachtet. Sonst standen überall Spielstationen für Desktop Indie Games, VR-Spielchen und experimentelle Spielmechaniken herum. Besucher spielten an kleinen Würfel-artigen Konsolen und flötzten auf Sitzkissen herum. Es gab ein paar VR-Projekte, bei denen ich aber noch keinen Betreuer antraf. Die Veranstaltung war zwar nicht überfüllt aber doch schon recht lebhaft. Zwischendrin hörte ich andauernd ein auffällig lautes Stöhnen. Erst habe ich mir nichts dabei gedacht und ging schmunzelnd weiter.


Vertieft in die Tiefen des Meeres…

Ich ging weiter und lunzte in einen abgedunkelten Raum, indem zwei Spiele an die Wand projiziert wurden. Eines sah aus wie Journey und das andere kam mir vom Namen her sehr bekannt vor, „Everybody’s gone to the Rapture„. Mich zog es dann aber zuerst zu dem Spiel, dass mich an Journey erinnerte.

abzuAch guck an, „ABZU“ von „Giant Squid“. Das sind ja die Herren, die auch ihre Finger bei Journey mit im Spiel hatten, Goil!“ Okay. Direkt ans Gamepad und die Kopfhörer aufgesetzt.

An dieser Stelle spare ich mir die Erklärung für diese Art von Spielen. Man muss sie erlebt haben. Es ist eine sehr, sehr schöne und beruhigende Erfahrung. ABZU ist ein ähnliches Erlebnis wie Journey. Es spielt unter Wasser und ich war sofort wieder in dieser wohltuenden Atmosphäre gefangen. Normalerweise drehen sich Spiele um schnelle Reaktionen und eher aggressive Handlungen, wie z.B. Shooter oder MOBA Spiele. Mir ist schon klar, dass diese Emotionen den Spieler bei der Stange halten sollen aber ABZU ist genau das Gegenteil und funktionieren wunderbar. Man ist entspannt aber nicht unaufmerksam. Dabei geht die Lust am Spiel auch nicht verloren, im Gegenteil. Genauso wie mich Spielmechaniken mit Belohnungssystemen im Kopf triggern, schaffen es diese  Spiele Harmonie-Schübe bei mir hervor zu rufen. Da ich früh durch die Halle wieselte und noch nicht viele Besucher anwesend waren gab es keinen großen Andrang an den Spielstationen (oder die anderen Besucher wollten mich nicht einfach wegjagen) nahm ich mir die Zeit und spielte die komplette Demo durch.


Neue Möglichkeiten Spiele zu erleben…

Irgendwann musste ich mich aber von der Harmonie in ABZU trennen. Schließlich wollte ich mir noch den Rest der Ausstellung ansehen. Doch da war es wieder. Dieses sau laute, penetrante Stöhnen…

„Ei, was is denn hier bitte los?! Ist ja nicht so, dass hier Schüler rumlaufen oder so„.

Irgendwie sowas schrie der alte Mann in mir und ich war mir nicht sicher, ob diese wollüstigen Ausrufe von einer echten Person oder nicht. Immerhin war ich auf einer fancy Kulturmesse für freie Geister und aufgeschlossene Menschen.

Naja egal, macht doch was ihr wollt…

 

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An einem Stehtisch lernte ich Dominik kennen. Ein Dude der gerade seine Master Arbeit in Kommunikationsdesign abgeschlossen hatte. Er war auf der Messe um sein Projekt Manege.io vorzustellen. Dieses Projekt ist der Stehtisch selbst gewesen, denn dieser war auch gleichzeitig eine Spielfläche für ein lokales Multiplayer Spiel. Ich fand die Idee sehr raffiniert. Als Controller dient das eigene Handy. Das Spiel wird als App herunter geladen aber das Spiel wird gemeinsam auf einen Bildschirm im Tisch projiziert.

Quelle: Vimeo Dominik Krebs

Mehr als das Spiel hat mich die Art und Weise wie die App genutzt wird fasziniert. Irgendwie erinnerte es mich an alte Opas, die in Parks immer Schach oder Dame an Steintischen spielen (Opies 2.0). Digitale Mini-Spiele an öffentlichen Plätzen zu integrieren wäre eine sehr schöne Methode die ewig erflehte Akzeptanz von Games in Deutschland zu fördern.

Auf dem Rückweg aus der Halle heraus fiel mir auf, dass hinter einer Trennwand noch eine Spielstation aufgestellt war. Dahinter wurde das Spiel “ versteckt, welches für das ständige Gestöhne verantwortlich war! Da ich sowieso einen besonders hohen Skill in „Lustmolch“ habe, hätte ich das Spiel gerne mal ausprobiert aber leider war kein Verantwortlicher an der Spielstation anzutreffen. Also doch kein Cybersex bei dem mich die komplette Halle hören kann, schade.

Nachtrag: Mittlerweile ist mir zu Ohren gekommen, dass der Clou an dem Spiel ist, dass es rein auditiv funktioniert. Man sieht also nichts und muss den virtuellen Sexpartner im dunkeln befriedigen.

oooohvrAnsonsten konnte ich noch ein geiles VR-Projekt namens „OOOOHVR“ ausprobieren. Im liegen schwebt der Spieler durch abstrakte Welten, die an ein Kinderzimmer oder das Weltall erinnern. Gelenkt wird lediglich mit der Blickrichtung. Dazu wird der Spieler mit Musik berieselt. Klingt vielleicht erst einmal unspektakulär aber es ist eine sehr entspannende Beschäftigung. Einfach mal treiben lassen und die Bilder genießen. Das Projekt ist noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase aber das Konzept finde ich prima. Früher habe ich mir auch gerne Musik angehört und mir dabei stundenlang den Winamp Player mit seinem „Visualization“ Feature angesehen. Dieses Projekt ist eine ähnliche Erfahrung und sollte von Spotify gekauft werden!

 


Die Erkenntnis des Tages…

Soziale Aspekte IN Spielen sind zwar auch eine Form des Miteinander aber von außen werden die Menschen immer nur jemanden sehen, der auf sein Handy oder an seinen Monitor klotzt. Dadurch ist schon vor langer Zeit eine digitale Parallelgesellschaft entstanden. Wenn zwei Menschen zusammen an einer Konsole zocken oder Tischtennisplatten in öffentlichen Parks benutzen erkennt man direkt ein soziales Miteinander. Die soziale Komponente wird also direkt erkannt. Ich glaube Spiele, die mit dem Körper gesteuert werden müssen oder eine neue Form der Interaktion beinhalten, werden in Deutschland eher akzeptiert. Dabei ist es egal ob sie digital sind oder nicht. Minimale Spielkonzepte, die einfach mal so nebenbei gespielt werden können, sind auf jedem Smartphone bei jedem Menschen zu finden. Verpackt man tolle kleine Konzepte mit einer neuen Herangehensweise tun wir vermutlich mehr für das Image der Videospiele, als wenn wir auf Twitter und im Spiegel Magazin darüber diskutieren.

Nix gegen Tripple A Titel wie GTA oder The Witcher. Ich spiele solche Spiele auch sehr gerne aber die PLAY16 hat mir an diesem Tag gezeigt, dass neue Herangehensweisen für das Thema Spiele in Deutschland gebraucht werden.

 

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PLAY16 – Tag 1

Logbuch des Caipt’n: Ulai, was ein Start…

 

Also erstmal vorab, wenn sich jetzt hier jemand über Fakten über das Event freut, muss ich die Person zum Artikel „PLAY16 – Tag 2“ weiterschicken. In meiner Vorbereitung auf das Event, hatte ich mir natürlich ein Bild der Veranstaltung gemacht aber wegen Gründen verlief der Start etwas holprig. Diesjähriges Motto des Events war „Let’s Get Physical – Game and Body„. Also habe ich erst vermutet es wird eine Wii U Veranstaltung (eher so „Meh…“) oder Augmented Theater Vorführungen (Was eigentlich ziemlich cool wäre!). Was ich aber letztendlich bekommen habe, waren sehr viele Ideen von kreativen und klugen Köpfen, die an Projekten arbeiten mit denen man Games ein Stück weit in die Mitte der Gesellschaft rücken könnte!
Nein, ich mache dieses Fass jetzt nicht auf

Einige Indie Game Trends waren natürlich auch dabei aber was mich viel mehr fesselte waren die unbekannten Perlen, die zwar den Spieltrieb in mir triggerten aber bei denen niemand sagen würde: „Das ist jetzt ein typisches Spiel“. Momentan fällt es mir noch schwer diese neue Faszination zu beschreiben, da man gewisse Dinge, besonders im Bereich VR oder Gamification, selbst erlebt haben muss. So wie Handy Spiele mittlerweile selbstverständlich geworden sind, wird mit etwas Glück eine komplett neue art des Konsums auf uns zukommen. Ich würde es mir wünschen und jeder, den Markt in Deutschland pushen will aber nicht vor Ort war, ist selbst schuld.

Jut. Von all dem gibt es jetzt erstmal nix zu lesen, denn… 

ich war noch nie in Hamburg und habe mich sehr auf den Trip gefreut. Anfang des Jahres wollte ich sogar schon einfach mal blind dort hinzuziehen. Um 01:00 Uhr nachts bin ich mit dem nach Hamburg gefahren, um mir rechtzeitig einen Eindruck von der Stadt zu machen. Immer wenn ich in eine neue Stadt fahre muss ich erst einmal die Wege und Verbindungen checken. Ich will den Weg von meiner Unterkunft zur Location wissen, bevor ich dort sein muss. Ich möchte wissen wo ich einkaufen kann, wo Geldautomaten sind… solche Dinge halt.

Normalerweise bin ich ein großer Fan von Fernbus Reisen aber diese Fahrt war echt ein Horror. Ich war wohl nicht der Einzige der sich dachte, dass es klug wäre bei einer sieben Stunden Fahrt den Nachtbus zu nehmen. Ich hatte den letzten Platz im ganzen Bus bekommen. Von frischer Luft keine Spur. Als ich die Lüftung anmachte, dachte ich eine Flugzeug Turbine gestartet zu haben und erntete jede Menge böse Blicke.

Is ja schon gut! Dann ersticken wir halt alle im Schlaf!


Naja, Schwamm trübba. Im Endeffekt kam ich ja doch noch ziemlich günstig in Hamburg an. Dann sollte ich mich auch nicht beschweren.

snapchat-8852887976967218046In Hamburg angekommen entdeckte ich direkt beim Busbahnhof auch schon die erste Location für das Festival. Eine große Fahne der PLAY16 hing am Museum für Kunst und Gewerbe. Rückblickend ist der Name des Museums auch die perfekte Beschreibung für das ganze Festival. Bei der Veranstaltung dachte ich sehr oft daran, dass gerade die exotischen Spielchen, die mit dem Körper gesteuert werden, sehr gut für die nicht spielende Öffentlichkeit vermarktet werden könnte. Soweit so gut. Damit fühlte ich mich schon mal ein bisschen save. Doch dann gingen die Strapazen direkt weiter. Zerstört und zerfleddert wie ich war, habe ich mich direkt auf den Weg zu meiner Unterkunft gemacht…

Aha, Google Maps funktioniert gerade nicht. Toll. Naja gut, erst einmal zum Ticket Schalter für eine Tageskarte. Was, warum will der Automat 22€?! Das Ticket, kostet doch nur 7€? Okay, nochmal von vorn… und nochmal und nochmal…

Drei Anläufe habe ich gebraucht, um mir das richtige Ticket zu holen. Hey, was soll ich sagen, Schlafmangel und Kaffee Entzug. Am Speicherplatz angekommen (dass ist ein lustiges Synonym für meine Unterkunft), war ich schon fix und fertig. Eigentlich wollte ich nur noch schnell das Ticket für die PLAY16 auf mein Handy laden. In meinem Posteingang ist mir dann aufgefallen, dass ich zwar ein Ticket bestellt habe aber die Überweisung noch gar nicht beendet hatte.
Ergo, kein Ticket!

Oh Boy. Ich überweise das Geld schnell online und zeige die Bestätigung des Auftrags dann beim Event oder bezahle in bar. Deswegen mache ich mir jetzt keine großen Sorgen.“ dachte ich mir.

Damit ich meine Überweisung machen kann, wird mir ein TAN-Code per SMS geschickt. Allerdings kam die nie bei mir an, obwohl ich mir sogar zwei mal einen Code habe zukommen lassen.

Okay, fuck it. Wir haben 11:00 Uhr Vormittags und ich bin jetzt schon fix und fertig. Ich leg mich erstmal ne Runde aufs Ohr. Ist ja noch Zeit bis zur Eröffnung der Veranstaltung“.

Aufgewacht bin ich dann erst um 18:00 Uhr. Ich habe noch einen schnellen Blick in das Programmheft geworfen und dabei festgestellt, dass die Eröffnung erst um 19:00 beginnt. Das Konzept der Veranstaltung wird vorgestellt und alle Verantwortlichen melden sich zu Wort, um die Themenfelder und Gründe der Veranstaltung abzustecken. Nun gut. Sowas kennt man von jeder Veranstaltung. Anschließend gibt es eine Vernissage und eine Band, die alte Game-Soundtracks mit Jazz Musik covert. Das hätte ich zwar schon gerne gesehen aber mein Unbehagen in Bezug auf das Neuland namens Hamburg ließ mir keine Ruhe. Also bin ich erst einmal in Richtung Hauptbahnhof gefahren und habe mir ein paar Lebensmittel für die Woche eingekauft. Morgen kann ich dann die PLAY16 ausgeruht, orientierungsfähig und gestärkt auf mich wirken lassen.

 

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Blogprojekt #52Games – 100 Leute haben wir gefragt: Erzählen Sie uns etwas über Dungeons.

Also vorab…

 

#52Games ist ein Feature Projekt von den Jungs und Mädels des Gaming Blogs ZockwerkOrange. Unter einem bestimmten Thema kommen wöchentlich Anekdoten von verschiedenen Bloggern zusammen. Wer sich den Beipackzettel zu diesem Projekt noch einmal ansehen möchte, kann das hier tun.

Das Thema dieser Woche ist „Unter der Erde“.

mm6titleart_wikiaMeine Assoziationskette verlief sofort in drei Schritten ab: „Unter der Erde“ => „Dungeons“ => „Might & Magic 6„.
Ein uraltes Rollenspiel, dass mit hundert billionen Sidequests und Dungeons nur so überquillt. Kaum ein Spiel konnte meinen Erkundungsdrang so lange aufrecht erhalten wie dieses Spiel. Heute könnte man M&M6 am ehesten mit The Witcher3 oder Skyrim vergleichen. Der Unterschied dabei ist, dass es statt eines einzelnen Helden, eine Gruppe von vier Charakteren gibt. In einem Misch aus klassischer Ego Perspektive und Dungeon Crawler bewegt man die Gruppe durch eine komplett freie Welt. Wenn man sich Screenshots von M&M6 ansieht, denkt man evtl. gleich an die starre alte Bewegungsart, in denen man für jeden einzelnen Schritt einen Pfeil-Button drücken musste. Hier jedoch bewegt man sich ähnlich wie in einem Shooter und diese Möglichkeit war damals in Rollenspielen nicht selbstverständlich. 

Ähnlich wie zum Beispiel bei Skyrim, gibt es irgendwo dazwischen auch eine Hauptstory aber ich könnte jetzt nicht einmal mehr sagen worum es dort ging… es war bestimmt irgendwas mit Drachen oder so.

Naja, dass entscheidende an dem Spiel ist allerdings, wie einem das Sidequest-Grinden schmackhaft gemacht wird. Da der Spieler quasi als Söldnergruppe unterwegs ist, ist es vollkommen normal an Türen zu klopfen und den Menschen seine Hilfe anzubieten. Ansonsten spielt man in Rollenspielen meist den hochgelobten Helden. Ratten in einem Keller erschlagen? Okay aber nur bis die Mainquest weiter geht!

 

Skelletor in einem klassischen Dungeon
Skelletor in einem klassischen Dungeon

Direkt zum Start des Spiels ist es einem Möglich in andere Länder zu reisen aber die Monster, Banditen und andere Halunken zeigen einem sehr schnell, wo die eigene Grenze ist. Das erkunden der Welt und die Adrenalinstöße in den Dungeons fühlen sich ein bisschen nach Dark Souls oder Gothic an. Alles ist erkundbar aber der Spieler muss sich langsam herantasten und kann nicht einfach mal quer durchs Land rennen.

Oft bin ich tatsächlich einfach blind umher gereist und habe von Monstern bewohnte Höhlen und alte Burgen durchsucht, in denen sich religöse Kultisten oder halsabschneidende Lümmel herumgetrieben haben. Meist wurde ich dann doch direkt an der Eingangstür umgehauen und konnte den alten Spielstand wieder laden. Respawn an einem Checkpoint gab es damals noch nicht. Tot ist tot. Wenn man gestorben ist, musste man das letzte Savegame laden und alles was zwischen Savegame und dem Tot erspielt wurde, war weg.

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Looten & Leveln bist das Inventar platzt!

Wer an Open World Spielen Spaß hat und mit relativ alter aber schöner Grafik klar kommt, wird mit Might and Magic 6 definitiv seinen Spaß haben. Während ich den Artikel jetzt geschrieben habe würde ich mir das gute alte Stück gerne wieder installieren… wenn ich wüsste wo die CD hingekommen ist.

 

Eldergames Mixed Reality 02

Relaunch für Spielhallen und Freizeitgestaltung dank Virtual Reality?

Virtual Reality wird langsam Realität. Das versteht auch jeder, der nicht sonderlich viel mit dem Internet am Hut hat. Aus diesem Grund schießen momentan immer mehr Virtual-Hardware Projekte aus dem Boden. VR-Erlebnisse sollen schließlich perfekt werden. Die meisten Projekte sind allerdings niemals für den Hausgebrauch geeignet. Kommen im Zuge der neuen Simulationsmöglichkeiten etwa auch wieder Spielehallen zum Vorschein? Welche Freizeitbeschäftigungen könnten von Mixed-Reality zusätzlich beeinflusst werden?

Als ich mir gerade die Zeit damit vertrieben habe das Netz nach News über Virtual Reality zu durchstöbern, sind mir die ständig irgendwelche Laufbänder, Plastikgewehre oder sonstige „Spielstationen“ unter gekommen. Letzteres sieht eher aus wie eine Sexschaukeln oder Nasa-Übungssitze für Astronauten.

Wer kauft sich denn sowas?

Und als ich mich ein bisschen verstört durch den Dschungel von Präsentationsvideos klickte. Wenn man bedenkt, dass es momentan mehr Demos als Spiele für Virtual Reality und Augmented Reality gibt. Achterbahnfahrten, Flugsimulationen, Autorennen und andere Adrenalin-Actions machen bestimmt spaß, wenn der Stuhl sich synchron zum Spiel bewegt aber seien wir mal ehrlich. Sowas macht uns zwei- dreimal Spaß und dann würden wir es nie wieder benutzen.

Es ist wie bei Kindern und Spielzeug. Die Verpackung und Werbespots begeistern und man MUSS dieses Dingsda unbedingt haben! Nach zwei Wochen würdigt man dem Gerät nicht mal mehr einen Blick. Dann doch lieber wieder mit Brille und Controller auf die gemütliche Couch.

 


 

Was wäre wenn diese Geräte überhaupt nicht für das Wohnzimmer oder Kinderzimmer entworfen werden? Erlebnisse machen ohnehin in einer Gruppe viel mehr Spaß. Stellt euch mal Virtual- und Augmented Reality in allen Freizeitbeschäftigungen vor? Alles hätte einen Hauch von alten Spielehallen, in denen früher Arcade Games gezockt wurden.

Leider bin ich etwas zu jung, um diesen Trend miterlebt zu haben. Doch diese großen Hardware Features wären doch eine ideale Sache, um dieses Feeling vom gemeinsamen zocken wieder aufleben zu lassen? Eine Schnittstelle und Treffpunkt, um beide Welten zu vereinen.

Laser Tag, Kletterhallen, Trampolin-Funparks, Golfplätze. All diese Freizeitgestaltungen könnten ihr eigenes Konzept durch Virtual Reality oder Augmented Reality revolutionieren.

Wem würde es denn nicht gefallen Lasertag mit Freunden oder Arbeitskollegen zu zocken und dabei in einem Battlefield, Tron oder Quake3 Setting herum zu rennen?

Nun, zugegeben. Ich hätte keine Lust möglichst genaue Kriegsszenarien zu spielen. Für mich wäre eine Doom-Splatter Version unterhaltsamer, weil sie mir zwar Adrenalin durch die Adern jagen würde aber trotzdem weit genug von der Realität weg ist.

Ubisoft plant bereits seinen eigenen Freizeitpark. Die Themen für die Attraktionen sind dabei natürlich ihre Spiele. Könnten neben klassischen Fahrgeschäften vielleicht einige Virtual Reality Features darin enthalten sein? Sonderlich viel konnte ich bis dato leider noch nicht zu diesem Projekt finden.

 

Ein Freizeitpark mit Far Cry, Might and Magic und Assassin`s Creed Karusells? Kann man machen. Quelle: gentside.de
Ein Freizeitpark mit Far Cry, Might and Magic und Assassin`s Creed Karusells? Kann man machen.
Quelle: gentside.de

Wer wäre besser für eine Rückkehr der alten Spielehallen geeignet als ein Spiele Entwickler? Gerade im Siegeszug von VR und AR. Heutzutage bewerben Entwickler ihre Spiele auf allen möglichen Varianten.

Blizzard macht einen hochqualitativen Kino Blockbuster über World of Warcraft. The Witcher wurde von einem Buch, zu einer Spielereihe, was den Anstoß für weitere Bücher gab (Und derzeit wird ebenfalls an einem Film gearbeitet).

 


 

Diese Idee einmal weiter gesponnen, könnte sogar die „Erlebnis Gastronomie“ auf ein komplett neues Level gehoben werden…

„Ein Café, indem ich mir mit Freunden eine dieser Möchtegern coolen Brillen aufsetzte? Ne danke!“ Aber denken wir mal daran, wie zu Beginn der Internet Cafés jeder behauptete: „Sowas läuft nicht! Die Menschen sitzen hier, um miteinander zu reden. Nicht um auf ihren Bildschirm zu starren.“ Wie wäre es denn, wenn du mit deinem Freund oder deiner Freundin dich auf ein Käffchen triffst aber ihr bestimmt die Location?

Dein Bekannter möchte dir die neuen Urlaubsbilder zeigen? Kein Problem. Im VR-Café werden Bilder und Videos hochgeladen. Zack, du bist mitten drin!

… also zumindest in meinem Kopf geht das so einfach.

Oder aber eure Lieblingsbar langweilt euch? Ihr braucht mal einen Tapetenwechsel aber euer Freundeskreis ist schon ziemlich gut mit dem Chef und dem Personal befreundet? Kein Thema. Mit einer VR-Brille könnt ihr euch ein Theme aussuchen.

Großstadt Ausblick auf einem Wolkenkrater in New York?
Kein Problem.
Ländliches Bauernhaus mit einer alten Mühle am Fluss?
Kein Problem.
Livecams gibt es doch jetzt schon in so gut wie jeder Stadt.

Mit solchen Gedankengängen beschäftige ich mich ziemlich gerne. Einerseits bin ich begeistert von den Möglichkeiten, die durch diese Technologien entstehen können. Im nächsten Moment mache ich mir darüber sorgen. Wir könnten alle enden, wie die dicken, verblödeten Fettis in „Wallee – Der Letzte räumt die Erde auf“. Die Gesellschaftskritik in diesem Film ist schon recht zutreffend. Vor allem ist diese Zukunft gar nicht mal so weit weg!

 

Unsere Zukunft? Ach, warum denn nicht. Quelle:hubspot.net
Unsere Zukunft? Ach, warum denn nicht.
Quelle:hubspot.net

RandomSpieler

Über mich

Teilzeit Zocker, Vollzeit Gamesbranche.

christian_kuhrmann_1-0_smallSo stelle ich mir idealerweise meine Zukunft vor. Wenn du hier einen Experten erwartest, dann warte mal lieber noch ein Weilchen und belustige dich an meiner Schreibe. ABER mich interessiert das Business der Videospiele und ihrer Industrie mittlerweile mehr, als die Spiele an sich. Möglicherweise war es bei Dir genauso? Als ich noch ein kleiner Stoppelhopser war, sah ich meinen alten Herren gerne dabei zu, wie er Spiele wie Golden Axe, Galaga, Lost Eden oder Albion an unserem Familien-Amiga und später PC spielte. Ab und zu durfte ich auch mal selbst ran aber mein Vater war immer der Meinung, ich sollte lieber draußen spielen gehen und „richtige“ Hobbies entwickeln. Was soll man schon mit Videospielen später vorweisen können, außer seinem Highscore? Wenn er doch nur geahnt hätte, was aus diesem großartigem Medium wird…

 

 


Für mich war allerdings der Käse erstmal gegessen. Ich ging raus, baute Buden und Baumhäuser im Wald, fuhr Rollerblades, alles was ein normaler Junge halt so macht. Ab und zu gab es allerdings Abweichungen von der Norm.

Wenn die anderen Kids Fußball spielten, malte ich zuhause lieber Comics von den Spielen, die ich nie stundenlang zocken durfte.

Ich war der Regisseur für meine bunte Sammlung an Actionfiguren, wenn sie für mich Hollywood Filme oder Geschichten von Spielen nachspielen sollten. Ich entwickelte mich daher zum Teilzeit Zocker.

Somit bekam ich nie wirklich etwas von der kulturellen Entwicklung von Videospielen mit. Da Games in meiner Familie nie wirklich als Kunstform oder lukrative Industrie mit „echten“ Berufen verstanden wurden (1990-1995 war die berufliche Auswahl und Nachfrage bestimmt nicht nennenswert in Deutschland), blieb ein Spiel für mich auch immer eine Art mystisches Spielzeug.

„Videospiele müssen Hexenwerk sein! Das kann kein normaler Mensch produzieren!“

Mit diesem Satz im Hinterkopf war das Kapitel „Games als Beruf“ für mich lange Zeit geschlossen. Ich kannte ja nicht mal jemanden der Mods entwickelt also musste programmieren schlichtweg Magie sein!

Gottseidank ist es nicht so und ich habe doch noch verstanden, dass hinter Videospielen eine komplette Industrie steckt, in der es auch noch eine riesen große Auswahl an Berufen gibt. Allerdings hatte und habe ich immer noch kein Schimmer von der Gamesbranche.

In meinen 29-Jahren habe ich wirklich eine Menge unterschiedlicher Leute kennengelernt aber für so gut wie alle ist die Gamesbranche etwas, dass irgendwo in einem Paralleluniversum existiert.

In Deutschland kommen die meisten Leute irgendwie nicht auf die Idee, ihre beruflichen Fähigkeiten in diesen Markt auszuüben.


Also dachte ich mir, ich betreibe mit diesem Blog einfach mal ein bisschen Aufklärungsarbeit. Ich dokumentiere alles worüber ich mich informiere und wie ich mich weiterbilde. Dieses mystische Paralleluniversum kann man verstehen und kennenlernen.

Und dabei nehme ich Dich einfach mit!

– Du hast auch kein Plan von irgendwelchen Entwicklungsprozessen?
– Du hast keine Ahnung wo man Gamedesign oder ähnliches lernt?
– Du kennst nicht mal die Auswahl an Berufsmöglichkeiten?
– Du kennst vielleicht ein paar Entwicklerstudios, hast aber kein Plan, ob dieses auch ein guter Arbeitgeber wäre?

Wie gesagt, so geht es den Meisten.

Ich schau mir News über diese Themen an. Allerdings möchte ich Dir nicht einfach ein Echo aus den Magazinen hinrotzen.

Du sollst Dir, genauso wie ich, eine Meinung zu einer Meldung machen. Meine „News“ kommen bewusst immer etwas später heraus. Ich mir immer zuerst das Medienecho und verschiedene Stellungnahmen zu einem Thema durchlesen.

Manchmal gibt es auch interessante Dinge aus der Spielekultur, die Dir ein besseres Verständnis für den Markt geben… oder einfach unterhaltsam sind. Es geht letzten Endes sowieso nur um Spaß und Spiel.

Eventuell hast du auch „Irgendwas mit Medien“ studiert oder bist ein IT-Spezi. Warum solltest du für eine langweilige Lagerlogistik Software arbeiten, wenn Du doch auch für eine Firma arbeiten kannst, die genau das Spiel produzieren, womit du gerne deinen Feierabend auf der Couch genießt?

Dafür habe ich mit RandomSpieler angefangen.
Für den Weg eines Noobs zum Experten.

P.S. manchmal sehe ich auch einfach geile Memes im Netz und möchte die verbreiten!

Quelle: www.youtube.com/watch?v=O2YCE4aAqS4

Das YouTube Format „Gaming von Gestern“ von Pietsmiet

Also ich möchte hier jetzt nicht in die Berichtserstattung über Spiele abdriften aber Peter von Pietsmiet hat ein neues Format ausprobiert, indem er über alte Spiele redet. In der ersten Folge spricht er über Gothic von Piranha Bytes. Damit hatte er schonmal ein Stein bei mir im Brett.


Über alte Spiele reden ist jetzt nicht unbedingt etwas neues, allerdings ist die Art und Weise WIE er Gothic vorstellt und warum das Spiel ein Meilenstein geworden ist einfach gut.

Sein Monolog hat für Leihen einen Spiele-historischen Mehrwehrt, da z.B. auf den Zeitraum, indem das Spiel erschienen ist eingegangen wird.
Welche Spiele uns damals zur Auswahl standen und was Gothic im Vergleich zu diesen Spielen anders gemacht hat.

Damit bekommt der Zuschauer auch noch ein bisschen Geschichtsunterricht geliefert.

Peter geht auch auf den Aspekt einer authentischen Spielwelt ein, die ein Rollenspiel haben sollte. Seine Kritik, dass selbst heutzutage zu wenig auf immersives Game Design geachtet wird, diesen Punkt kann ich durchaus nur unterschreiben.

Auch wenn er sehr subjektiv an das Format heran geht (vermutlich hatte er auch keinen Anspruch an objektive Diskretion) redet er das Spiel nicht einfach schön, sondern erwähnt auch die katastrophale Steuerrung und die ekelhaften Bugs, die dieses Spiel hatte. Sehr viele Menschen konnten sich damit allerdings arrangieren und haben dem Spiel diese, doch schon recht starken Mängel vergeben.

Alles in allem ein schönes Video, mit durchdachter Erzählstruktur.


Ich bin auf keinen Fall Fan von Pipi-Kaka Humor in kindischen Lets Play Videos, mit denen sich 12-Jährige identifizieren. Genauso wenig steh ich auf die steife Nachrichtensprecher Methode, die einige Gamesjournalisten an den Tag legen, damit sie seriös wirken. Es geht doch letztendlich um Spiele… aber das kann jeder für sich selbst entscheiden.

Genau hier findet Peter (für meinen Geschmack) eine schöne Balance zwischen einem authentischen Sprachstil und Inhalt mit Mehrwehrt. Gute Arbeit, bitte mehr davon!

 

 

 

Langeweile (Utopia)

Reizüberflutung – Ich komme nicht mehr klar und früher war alles besser

Kennt ihr dieses Gefühl wenn ihr einen freien Tag habt und theoretisch einfach mal keiner Verpflichtung nachkommen müsst? Keine Arbeit/Uni oder Schule, das Geschirr wird heute lieber gestapelt anstatt aufgeräumt und ihr braucht auch keinen anderen Menschen zu sehen.

Der Tag gehört euch ganz allein euch und ihr könnt damit machen was ihr wollt… Theoretisch ist es die perfekte Zeit um mal wieder ausgiebig zu zocken. Nicht dieses lächerliche „Nach Feierabend, halb erschöpft noch eine Stunde den Rechner anschmeißen, um die Daily Quests in WoW abzuarbeiten oder in Minecraft zwei Klötze aufeinander setzen, um dann schon fest zu stellen:

„Oh mist! Ich muss ins Bett, sonst verpenne ich morgen!“. Freie Tage, ohne soziale Verpflichtungen oder sonstigen Aufgaben sind bei mir sehr, SEHR selten geworden.

Ich bin eben gerne beschäftigt und das ist auch gut so. Umso mehr freue ich mich dann aber auf so Tage wie heute an denen ich einfach mal zocken kann, bis mir die Netzhaut wegbrennt! 

Jetzt sitze ich allerdings hier und bin unzufrieden…

Ich kann mich nicht wirklich in mein Spiel vergraben, warum? Weil ich zuviel Auswahl habe und ich rede hier nicht einmal von einer Steam-Spiele Sammlung mit 100+ Games, die ich alle noch nicht angefangen, geschweige denn durchgespielt habe. Allein die Auswahl an 3-4 Games ist für mich schon zuviel.

Wenn ich gerade Minecraft spiele und mir dabei einen Podcast anhöre ist das jedesmal ein echter Wellness Urlaub. Ich bin nicht getrieben von dem Wettbewerbsverhalten in Online Spielen.

Ich kann machen was ich will und so ausführlich ich will, in meinem eigenen Tempo, herrlich! So, dann kommt mir nach einer halben Stunde der Gedanke:

„Mensch, irgendwie verblödest du doch gerade. Du könntest genauso gut irgend einen AAA Singleplayer Titel, so richtig mit Kino Feeling und Spannung. Ich will mich aufregen wenn ich drauf gehe, überrascht sein wenn bei Walking Dead ein weiterer Charakter drauf geht und ich will am Ende ein Gefühl von JA, ICH HABS GESCHAFFT!

Dieser Gedanke ist dann im ersten Moment immer sehr überzeugend und ich bin direkt mit Minecraft unzufrieden. Also „Quit Game“ und dann starre ich auf meinen Desktop und überlege was ich spielen könnte. Für ein neues Spiel fehlt mir dann meistens das Geld oder ich bin doch nicht so motiviert mich in etwas komplett neues reinzufuchsen. Dann müsste ich ja erstmal das Game Kaufen, installieren, den verwirrenden Anfang (mit neuer Steuerung) durcharbeiten, bis das Spiel dann an einen Punkt kommt, an dem es interessant wird und so weiter und so weiter…

Näää, das ist mir an einem freien Tag dann schon wieder zuviel Arbeit.

Während ich so am überlegen bin, sagt mir wieder eine andere Stimme: „Mensch Christian, du könntest auch heute den ganzen Tag online zocken und hättest morgen schon einen riesen Fortschritt gemacht! Bring mal dein LoL Account auf lvl 30 oder schau dir mal ein neues MMO an. Die Zeit, die du heute investieren könntest bringst du sonst nur in einer ganzen Woche auf (wenn’s hoch kommt!).“

VOLL DIE GUTE IDEE! Ich starte also irgendein online Game und stelle nach 5min fest, dass ich meinen freien Tag nicht mit grinden und stumpfen Spielmechaniken verschwenden möchte. Dafür habe ich mich zu sehr auf den Tag gefreut.

Frustriert logge ich mich erst einmal aus und schau mir dann doch lieber ein Lets Play an. Nebenbei spiel ich ein bisschen Emulator mit alten Super Nintendo Games, die ich sowieso schon auswendig kenne. Das macht es mir leichter beim Lets Play auf zu passen.

Aber auch hier dauert es nicht lange bis mir auffällt, dass ich in die selbe Stimmung wie zu Anfang beim Minecraft spielen und Podcast hören… WTF?!?! Ein Teufelskreis -.-

Langeweile (Utopia)
Foto: © Jürgen Fälchle / Fotolia.com

Und so verbringe ich dann meinen kompletten freien, Faulenzer-Tag. Was zur Hölle ist nur los mit mir? Wo sind die Tage hin, an denen ich mich von dieser Welt lösen- und besser in einem Spiel versinken konnte, als Neo in die Matrix? Diese Tage sind dahin! Und warum? Ich kann euch sagen warum… Weil ich (und so geht es euch vielleicht auch manchmal?) viel zuviel von dem Medien verseucht bin.

Jeden Monat höre ich von neuen geilen Spielen, die mich interessieren. Die ich mir aber überhaupt nicht alle leisten kann. Dazu kommt noch der Zeitdruck den man sich setzt: „Okay, ich muss meine To Do Liste für Spiele „abarbeiten“ bevor das neue Spiel releast wird!“.

Diese Luxus Probleme müssen auch noch hochgerechnet werden! Schließlich gibt es verschiedene Genres. Ich möchte natürlich die bisherigen Episoden von The Walking Dead spielen, bevor die neue Folge rauskommt. Dann muss ich nebenbei in Diablo 3 noch die Saisonal begrenzten Items farmen, bevor die neue Saison anfängt und bei Star Wars the Old Republic ist schon das zweite Addon draußen, obwohl ich nicht mal das erste gespielt habe ABER da gehts um Revan und ich bin schließlich ein riesen Star Wars Fan. Also will ich das unbedingt wissen!

Total verrückt!

Nintendo Schrank
Altar der Freuden

Früher saß ich ein Jahr lang mit nur einem, MAXIMAL zwei Games rum und es hat mich überhaupt nicht gejuckt was rechts und links von mir geschehen ist. Dann habe ich halt von Terranigma erst ein halbes Jahr später erfahren, na und?

Aber wenn ich heute ein halbes Jahr einen Tunnelblick hätte, wäre immer dieser stechende Gedanke im Hinterkopf, dass ich etwas verpassen könnte… und so ist es ja auch! Bleibt mal ein halbes Jahr lang auf der Stelle stehen. Da beendet ihr ein Spiel und wundert euch, dass alle total im GTA10 Fieber sind und jeder eine Virtual Reality Brille auf dem Kopf trägt.

Da kannst du nicht einfach so wieder einsteigen. Euer Gehirn würde explodieren vor lauter Input! Wahrscheinlich ist auch noch die Story des Spiels schon seit drei Teilen ineinander verflochten und alle spielen die Kampagne in großen Online Hallen, wo sich alle verletzen, weil sie ihre VR Brillen aufm Kopf tragen.

Wie soll man da denn bitteschön seine 1-2 Stunden Feierabend genießen? Man müsste erstmal ein paar Wochen Urlaub nehmen und sich wieder in die Spielewelt einzufinden… nene dann doch lieber zurück zur Super Nintendo.

 

FAZIT

Jeder Mensch der sich in seiner Freizeit mit Spielen, Filmen oder Gadgets und sonstigen Medienkram beschäftigt, informiert sich auch über das Thema. Die Gamesbranche ist aber nicht umsonst so groß geworden. Sie wissen genau was uns anfixt und produzieren am laufenden Band neuen Kram, den wir uns rein ziehen können. Wenn der Nerv des Gamers einmal getroffen ist, wird so lange weiter penetriert bis auch der letzte aller Spieler kein bock mehr auf Open World, MOBAS oder MMO’s mehr hat. Wir erfahren spätestens(!) ein halbes Jahr vor Release von neuen Spielen und können das halbfertige Game noch im Early Access testen. Als Kind wollte ich immer „Spieletester“ werden. Heute macht das schon jeder daher gelaufene Depp und schreibt dazu auch noch kleine Blog Artikel mit seinem gefährlichen Halbwissen. Als ich Kind war, gab es nur eine handvoll auserwählter Experten, die ein Lösungsbuch zu einem Game verfassen durften.

Jeder muss natürlich eine eigene Lösung für seinen Spielkonsum finden aber ich werde mir nur noch ein Spiel im Laden kaufen, die Verpackung Stolz in meinen Schrank stellen und dann wird das Ding solange gezockt, bis ich durch bin oder ich es wieder verkaufe. Vorher kommt mir kein neues Spiel ins Haus!